Montag, 26. Januar 2015

Boys Style - POMPdeLUX

Manchmal hat man als Blogger ja das Glück, Sachen geschenkt zu bekommen. Genau genommen bekomme ich eigentlich täglich eine Mail mit dem Angebot, irgendwelche tollen Produkten zu testen, wenn ich im Gegenzug auf dem Blog darüber berichte. Diese Mails überfliege ich meistens nur, denn mich nervt dieses ganze Werbe-Zeugs. Sowohl die ständigen Emails, als auch, wenn ich mir auf anderen Blogs ständig Werbung anschauen "muss".

Aber ab und zu mache ich eine Ausnahme und zwar dann, wenn mich ein Produkt tatsächlich interessiert und im Nachhinein auch überzeugt. Im ganz konkreten Fall, durfte ich mir schon Anfang letzten Jahres drei Kleidungsstücke aussuchen, ohne dass dafür eine Gegenleistung in Form eines Blogbeitrages erwartet wurde. Ich wurde lediglich um ein Feedback per E-Mail gebeten. Nun kam Ende letztes Jahres wieder eine Mail mit dem Angebot, dass ich mir für jedes Kind drei Kleidungsstücke aussuchen darf, aber dieses mal wollte ich den tollen Klamotten auch die Aufmerksamkeit hier schenken, die sie verdienen.

Die Rede ist vom Onlineshop POMPdeLUX. Die Mode ist skandinavisch inspiriert und gefiel mir vom ersten Moment an ausgesprochen gut. Die Kleidungsstücke sind zeitlos und modern und vor allem hat mich die tolle Qualität überzeugt. Ihr müsstet mal diesen Schlafanzug anfassen, der so unglaublich weich! Ich würde am liebsten selbst drin schlafen, aber mein Großer gibt ihn nicht mehr her - verständlicherweise.

Zum Partnerlook kann man ja stehen wie man möchte, aber meine Kinder stehen (noch) drauf. Vor allem der Große freute sich so sehr darüber, dass er und sein Bruder das gleiche Hemd haben und wenn einer es anziehen will, möchte der andere auch. Das ist schon niedlich.

Hemden sind hier sowieso gerade total angesagt und das, obwohl ich früher nie welche gekauft habe. Aber meine Kinder sind beim Shopping ja immer dabei und irgendwann wollte der Große natürlich mit aussuchen. Seitdem wächst der Hemdenbestand rasant an, denn wenn es nach ihm ginge, würde er wohl ausschließlich Hemden tragen. Stilsicher bis in die Haarspitzen, das Kind... woher hat er das bloß? :D

Gerade ist übrigens Sale bei POMPdeLUX, da lohnt es sich auf jeden Fall mal rein zu schauen. Das ein oder andere schöne Teil ist auf jeden Fall noch da! Ansonsten kommt bald die neue Frühjahrskollektion und ich bin sicher, dass auch dort wieder viele wundervolle Teile zu finden sein werden.

Wer behauptet denn da noch, dass man nur Mädchen hübsch anziehen könnte?

Mittwoch, 21. Januar 2015

Gedankenkarussell - Babybauch 19+1

Jaja, dieses "Zweite Outing"... eigentlich dachte ich ja, dass ich da total drüber stehe und erstmal zwei Wochen ganz entspannt abwarte. Der Plan ist schon jetzt nicht recht aufgegangen, da sich in meinem Kopf nun - Widerwillen! - doch ein kleines Gedankenkarussell in Bewegung gesetzt hat. 

Zum ersten Mal musste ich mir das eingestehen, als ich Abends im Bett lag und über Mädchennamen nachdachte. Erwischt. Nun denke ich tatsächlich unbewusst immer mal wieder das Was-Wäre-Wenn-Szenario durch. Wenn ich mich dann dabei erwische, ärger ich mich immer ein bisschen, denn ich möchte mich zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nicht auf den Mädchen-Gedanken einstellen, weil ich eine Enttäuschung in der Art nicht nochmal durchmachen möchte. Klar, ich liebe dieses Baby jetzt schon abgöttisch, egal was es ist! Trotzdem hatte ich nunmal dieses Wunschgeschlecht und kann mich davon einfach nicht völlig frei sprechen. Auch wenn ich gerne sagen würde, dass es mir ganz egal ist. 

Es ärgert mich im Nachhinein immer mehr, dass meine Ärztin damals überhaupt eine so eindeutige, überzeugte Prognose zum Besten gegeben hat. Dieses Hin und Her ist wirklich nicht schön und ich kann mittlerweile jeden verstehen, der sich das lieber ersparen und bis zur Geburt abwarten möchte. Bei meinen Jungs gab es aber kein einziges Mal eine Unsicherheit, weil mein alter Arzt niemals etwas gesagt hätte, wenn er sich nicht wirklich so gut wie sicher gewesen wäre. Da macht wohl die Einstellung des Arztes und eben vielleicht auch die Erfahrung doch einen Unterschied. Meine neue Ärztin ist zugegeben noch recht jung.

Wiedemauchsei. Ich drehe mich nun erstmal noch eine Weile im Kreis und versuche so gut wie möglich, mich nicht zu sehr damit zu beschäftigen. Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber so langsam geht mir das Thema auch selbst auf den Keks. Allein wenn ich überlege, wie oft ich hier im Blog schon darüber geschrieben habe... irgendwann wills ja auch keiner mehr hören. Also schonmal Sorry an der Stelle, aber ich schreibe hier nunmal über das, was mich beschäftigt und bin nicht so gut darin, Dinge unter den Teppich zu kehren. Vielleicht auch nicht die schlechteste Angewohnheit.

Samstag, 17. Januar 2015

Outing die Zweite (18+4)

Mehr als acht Wochen ist es her, dass wir unser Baby zuletzt auf dem Ultraschall bewundern konnten. Natürlich hatte ich auch vor vier Wochen eine Schwangerschaftsvorsorge, aber da ich auch unser drittes Baby gerne wieder im Geburtshaus zur Welt bringen möchte, wechsle ich für die Untersuchungen zwischen Gynäkologin und Hebamme.

Vor acht Wochen, genau bei 10+0, sagte meine Ärztin, dass sie auf dem Ultraschall eindeutig einen Jungen erkennen würde und sich ziemlich sicher sei, dass sich daran auch nichts mehr ändern würde. Diese Nachricht löste Gefühle in mir aus, mit denen ich selbst so nicht gerechnet hatte. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Zeit, die ich genutzt habe, um meine Gefühle zuzulassen, sie zu verarbeiten und gestärkt daraus hervor zu gehen. Auch die vielen Nachrichten auf allen Kanälen haben dazu beigetragen, dass ich mich mittlerweile völlig auf drei Söhne eingestellt habe und mich einfach nur auf dieses Kind, dieses kleine Wunder in mir freue. Und ich dachte mir, hey, wie toll ist das bitte drei Jungs zu haben - ähnliche Interessen, volle Kleiderschränke, ständiges Wettpieseln und später völlige Ruhe für mich bei jeder Sportschau. Läuft.

Der nächste Ultraschall war dennoch lange ersehnte, denn acht Wochen können einem wie eine Ewigkeit erscheinen, gerade jetzt am Anfang, wo sich das Kind im Bauch so rasant entwickelt. Außerdem spüre ich das Kind zwar schon seit einiger Zeit, aber im Vergleich zu den beiden anderen Schwangerschaften nicht so intensiv und häufig. Daher wollte ich nun einfach Gewissheit haben, dass es dem Baby gut geht und alles so ist, wie es sein soll.

Gestern war es dann also endlich soweit und meinem Baby geht es ganz hervorragend! Es strampelte und trat um sich wie verrückt und wie all meinen Babys im Bauch, schien es dem Ultraschall nicht viel abgewinnen zu können. 256 Gramm ist das kleine Menschlein nun (hochgerechnet) schwer und perfekt entwickelt. Dass ich nicht so viel von dem Kind spüre war tatsächlich keine Einbildung, denn ich habe eine Vorwandplazenta die doch einiges an Bewegungen abdämpft. Mir fiel wirklich ein Stein vom Herzen und ich beobachtete dieses kleine Wesen mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. So überflüssig dieser Ultraschall auch vielen erscheint, so faszinierend und beruhigend ist es doch, sein Baby tatsächlich vor Augen zu haben.

Nachdem nun also vom Ultraschall her alles in Ordnung war, sagte meine Ärztin dann ganz von sich aus, dass sie aber nun doch noch einmal nach dem Geschlecht schauen wollen würde, was wir natürlich auch wollten, denn gegen eine endgültige Bestätigung hatten auch wir nichts. Also machte sie sich auf die Suche. Und suchte und suchte und suchte nach dem entscheidenden Merkmal. Immer wieder veränderte sie die Position des Schallkopfes und auch das Kind drehte sich immer wieder hin und her. So richtig zufrieden war sie aber nie mit der Position, denn sie konnte das Geschlecht einfach nicht eindeutig ausmachen. Man konnte zwar da zwar was, aber eben nicht genug, als das es eindeutig gewesen wäre. Also beschloss sie noch einen vaginalen Ultraschall zu machen, aber auch hier dasselbe Spiel. Sie schaute sich alles genau an, hatte eigentlich auch einen guten Blick, wollte sich aber dennoch nicht festlegen.

Im anschließenden Gespräch sagte sie, dass sie nun dazu tendieren würde, dass da doch ein Mädchen in meinem Bauch heran wächst. Sie sagte auch, dass die erste Prognose ja ohnehin sehr vage gewesen wäre und zu dieser frühen Zeit in der Schwangerschaft nicht wirklich aussagefähig. Also so ziemlich das Gegenteil von dem, was sie damals sagte. Ich sagte ihr auch ganz offen, dass mich das damals schon sehr mitgenommen hat und ich im Nachhinein froh wäre, wenn sie damals einfach gar nichts gesagt hätte. Ihr war das Ganze wohl auch peinlich, denn sie bat mich in zwei Wochen noch einmal zu kommen, in der Hoffnung, dann ein eindeutiges Outing zu erhalten. Und das hab ich wirklich noch nie gehört, dass ein Arzt zum Ultraschall bittet, nur um das Geschlecht heraus zu finden.

Emotional hat das bei mir erstaunlich wenig ausgelöst. Natürlich bin ich etwas verwirrt und kann mir - so verrückt das nach dem ersten Outing-Posting auch klingen mag - gerade überhaupt nicht mehr vorstellen, nun eventuell doch eine Tochter zu bekommen. Ich habe mich so sehr auf drei Jungs eingestellt, dass ich nun nicht einfach umschalten kann. Auch versuche ich gar nicht zu sehr darüber nach zu denken, sondern einfach abzuwarten. Es ist ohnehin längst entschieden und ich liebe dieses Baby, dieses wunderbare kleine Menschlein von ganzem Herzen, egal welches Geschlecht es nun haben mag. Dieses Hin und Her ist natürlich jetzt schon doof, aber für mich ist nun tatsächlich das Wichtigste, dass es meinem Kind gut geht und wir uns im Juni kennen lernen, egal ob Tochter oder Sohn.

Verrückt. Ich hätte niemals gedacht, dass es nun tatsächlich noch zu dieser Wendung kommen würde.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Drei Kinder?! - Babybauch 18+4


Kennt ihr diesen Moment, wenn einen die Erkenntnis wie ein Schlag trifft? Solche Momente hatte ich in letzter Zeit häufiger. Ich werde bald drei Kinder haben! Drei Kinder?! Echt jetzt? Und dann auch noch mit diesem Altersabstand? Und sehr wahrscheinlich auch noch drei wilde, verrückte, laute, popelnde, auf-ihre-Geschlechtsteile-fixierte Jungs? Was haben wir uns dabei nur gedacht? 

Manchmal frage ich mich wie ich es schaffen soll, drei Kinder groß zu ziehen, ohne dabei durchzudrehen. Und wie hab ich es eigentlich bisher geschafft, nicht durchzudrehen? Werde ich noch genug Zeit für meine großen Jungs haben und ihnen noch gerecht werden können? Wird der Mittlere sehr darunter zu leiden haben, dass er jetzt nicht mehr das Baby ist und eines dieser berüchtigten, durchgeknallten Sandwich-Kinder werden? 

Eigentlich stelle ich mir genau die gleichen Fragen, wie in der zweiten Schwangerschaft mit der Ergänzung, dass mir dann mindestens immer eine Hand und ein freier Platz auf dem Schoß fehlen werden. Und überhaupt ist scheinbar irgendwie alles auf zwei Erwachsene und zwei Kinder ausgelegt und ich fühle mich jetzt schon ein bisschen ins Abseits katapultiert. Wie machen wir das, wenn es im Freizeitpark nur 2er-Plätze in den Bahnen gibt? Werden wir uns je wieder einen Urlaub leisten können, wo doch alle Angebote auf vier Personen ausgelegt sind? Wie soll ich später drei Laufräder/Fahrräder nach Hause tragen?

Ja, ich glaube man muss ein bisschen verrückt sein, um mehr als die heute üblichen ein oder zwei Kinder zu bekommen. Aber vor allem muss man glaube ich dazu in der Lage sein, für eine Weile seine Ansprüche herunter zu schrauben, einen Schritt zurück zu treten und das Urvertrauen, die Instinkte das Ruder übernehmen zu lassen. Es gibt unzählige Gründe die dagegen sprechen, überhaupt ein Kind zu bekommen, aber wenn es dann da ist, kann man sich das Leben ohne dieses Kind nicht mehr vorstellen. Und genau das ist es. Das ist der Grund, warum dieser ganze Eltern-Wahnsinn einen Sinn ergibt.

Manchmal habe ich ernsthaft ein bisschen Angst vor dem, was da auf mich zukommt. Dann erinnere ich mich daran, wie viel ich schon geschafft habe, was ich hier eigentlich täglich leiste und wie gut letztlich doch immer alles geklappt hat, weiß der Geier wie. Ich erinnere mich an die bedingungslose Liebe, die da in mir aufwallte, als ich meine neugeborenen kleinen Mäuse zum ersten Mal in den Armen hielt. An den Hormonrausch, wenn dieses wunderschönste kleine Baby mich zum ersten Mal anlächelte oder gar schallend lachte. An meinen Mutterstolz, über die erste Drehung, die ersten Krabbelversuche, die ersten Schritte oder Worte (und das "Hast du das gehört?!" bei jedem weiteren Wort!). An das unbeschreibliche Gefühl, dass dieser fabelhafte kleine Mensch nun zu unserer Familie gehört, als wäre es noch nie anders gewesen und für immer ein Teil von mir sein wird.

Wir werden das schon schaffen! Irgendwie wird alles wunderbar werden. Es muss ja schließlich.

Dienstag, 13. Januar 2015

12von12 - Januar 2015

Mit einem Tag Verspätung zeige ich heute meine 12 Bilder vom 12. Januar 2015. Die ersten für dieses Jahr. Gestern hatten wir Besuch von einer lieben Freundin und ihren beiden Söhnen. Unsere Großen kennen sich schon seit Babytagen und es ist einfach schön, dass eine solche Freundschaft sowohl unter uns Müttern, als auch unter den Kindern (wobei das Verhältnis da natürlich stark abhängig von der Tagesform ist) erhalten geblieben ist. Ich war dann aber doch so platt, dass ich gestern nur noch müde auf die Couch gesunken bin und kaum noch einen geraden Satz zustande gebracht habe. Totaler Hirn-Ausfall, wegen Übermüdung geschlossen. Ihr kennt das.

Weitere 12 von 12 findet ihr bei Draußen nur Kännchen.


Als mir wieder einfiel, dass heute der 12. ist, war mein Kaffee leider schon leer und der halbe Vormittag vorbei. War aber lecker.



Tulpen. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber sobald das neue Jahr angebrochen ist, überkommt mich die Sehnsucht nach frischen Blumen. Wie keine andere ist wohl die Tulpe der Frühjahrsbote schlechthin, auch wenn das Wetter das noch nicht ganz so sieht.



Während ich die Kücher auf Vordermann bringe, nehmen sich die Jungs der Reparatur des Indoor-Flitzers an. 



Der Besuch ist da und die Jungs haben sich zum Lesen ins Zimmer verzogen. Mein Großer "liest" hier gerade "Die Schnecke und der Buckelwal" vor - ich staune immer wieder, wie viele Bücher er auswendig kennt.



Auf der Baustelle gegenüber wird der Estrich eingebraucht. Vier staunende Jungs sind Zeuge. Ok, einer davon hats im Kinderwagen verpennt.



Natürlich mussten sie sich dann auch ans Werk machen. Diese Baustelle ist wirklich der Himmel für meine Jungs und den Besuch.



Irgendwann wunderten wir uns über die plötzliche Stille... Arbeit macht eben müde. 



Warum sieht das eigentlich immer so aus, als hätte ich auch mitgespielt?



Als unser Besuch sich dann Abends verabschiedet hatte, gings nach oben.



Noch ne Runde spielen mit Papa.



Und dann den Baustellen-Dreck abschrubben.



Als die Jungs schliefen, musste ich nochmal meine Tickets anhimmeln. Wie fast jeden Tag. Ich freu mich so, das glaubt mir kein Mensch. Endlich wieder Herbert live. "Einmal verrückt sein und aus allen Dingen fliehen".

Mittwoch, 7. Januar 2015

Die Sache mit dem Outing - Babybauch 17+2

Wow, nun bin ich frisch angekommen in der 18. Woche. Ehrlich?! Wie konnte das nun plötzlich wieder so schnell gehen? Gerade habe ich doch noch sehnsüchtig darauf gewartet, dass die 12. Woche vorbei gehen möge und nun das. Dabei wollte ich dieses Mal alles soooooo sehr genießen, ist es doch (sehr, sehr) wahrscheinlich das letzte Mal. Aber im trubeligen Alltag mit meinen zwei Jungs, geschieht nun auch die Schwangerschaft, wie so vieles, nebenbei.

Trotzdem nehme ich mir jeden Tag immer wieder ein paar Momente Zeit, verstohlen grinsend über mein wachsendes Bäuchlein zu streicheln und ein paar Gedanken zu meinem Baby zu senden. Auch der Große bespielt und bekuschelt täglich den Bauch und spricht von unserem Baby, sodass die Schwangerschaft dann glücklicherweise doch auch Teil unseres Alltags ist. Zudem erinnert mich natürlich gelegentlich ein Flattern in meinem Bauch daran, dass da noch jemand ist. Allerdings ist das bisher (vor allem im Vergleich zu Nr. 2) sehr verhalten. Baby Nr. 3 scheint eher ein gemütliches Exemplar zu sein.

Was sowohl hier auf dem Blog, als auch in meinem Kopf vor kurzem noch ein großes Thema war, ist das Geschlecht unseres kleinen Wunders. Nach dem recht frühen Jungs-Outing bei 10+0, haben mich unglaublich viele unterstützende und liebevolle Worte dazu erreicht. Das hat mich so sehr getröstet und aufgebaut. Mittlerweile ist die anfängliche Trauer der uneingeschränkten Vorfreude auf unser Baby gewichen und ich sehe vor mir schon meine drei Knirpse, die mir die Bude auf den Kopf stellen. Ich liebe dieses Kind in meinem Bauch von Tag zu Tag ein Stückchen mehr und freue mich einfach nur, dass ich das alles noch einmal erleben darf.

Neben den vielen lieben Worten haben mich auch einige Erfahrungsberichte von Frauen erreicht, die nach einem ähnlich frühen Outing dann später doch ein Baby des anderen Geschlechts in den Armen hielten. Ich persönlich habe mich jetzt völlig auf einen Jungen eingestellt und denke auch gar nicht mehr daran, dass sich der Wind noch drehen könnte. Da ich die Vorsorgeuntersuchungen abwechselnd bei meinem Frauenarzt und meiner Hebamme mache, hatten wir seit dem Ultraschall im November auch keinen weiteren Arzttermin. Ende nächste Woche ist es aber wieder soweit und ich hoffe, dass wir dann endgültig Gewissheit haben, damit auch mein Mann sich endlich an der Vornamen-Diskussion beteiligt. Der möchte nämlich erstmal abwarten und glaubt da könnte sich vielleicht doch noch was tun. Wir werden sehen. Egal, was der Ultraschall nächste Woche ergibt, ich sehe dem gelassen entgegen und hoffe vor allem, dass es dem Baby gut geht und alles so entwickelt ist, wie es sein soll.

Montag, 5. Januar 2015

"Entschuldigung!"

Mein Großer ist jetzt fast 3,5 Jahre alt, der Kleine wird im März 2.

Ich weiß ja nicht wie das bei euch so ist, aber hier sind geschwisterliche Rangeleien an der Tagesordnung. So sehr sich meine Jungs auch brauchen und offenkundig lieben, so leidenschaftlich streiten sie sich auch. Täglich. Gefühlt alle zwei Sekunden, realistisch betrachtet wohl ungefähr alle 15 Minuten. Dabei gibt es viele verschiedene Abstufungen, von einfachen Meinungsverschiedenheiten, die auch von ihnen untereinander gelöst werden, bis hin zur körperlichen Auseinandersetzung, bei der der Große schubst, haut oder beißt, um den kleinen Bruder in die Schranken zu weisen oder weil er sich eben einfach nicht anders zu helfen weiß.

Mir persönlich ist (mittlerweile) völlig klar, dass der Große einfach noch nicht dazu in der Lage ist, diese Konflikte nur mit Worten auszutragen. Man sieht bei ihm in dem Moment förmlich die Sicherungen durchknallen. Ganz ehrlich hat es aber eine Weile gedauert, bis ich das wirklich verstanden hatte. Anfangs kam da einfach total der Beschützerinstinkt für mein Baby durch und ich habe, wie die meistens Eltern wahrscheinlich auch, mit Entsetzen und Schimpfen reagiert.

Mittlerweile gelingt es mir in den meisten Fällen ruhig zu bleiben. Erstmal tröste ich den Kleinen und erkläre dann dem Großen in ruhigen Worten noch einmal die Situation und wieso das so nicht in Ordnung ist. Oft versuche ich auch zu erreichen, dass er sich in den kleinen Bruder einfühlt indem ich frage, was er denkt wie sich das anfühlt gehauen oder weg geschubst zu werden. Dann mache ich meistens Vorschläge, wie man den Konflikt lösen könnte oder trenne die beiden im schlimmsten Fall erst einmal. Das funktioniert ohnehin nicht lange, denn sie können eben nicht wirklich ohne einander.

Eine andere Sache ist nun das, mit der Entschuldigung. Wie bringt man ein Kind dazu, sich zu entschuldigen? Diese Frage kam heute hier auf, weil der Große dem Kleinen ohne vorherige Konfliktsituation aus reinem Übermut an den Haaren gezogen hat.

Meiner Meinung nach, kann man das nur vorleben und nicht erzwingen. Na klar, man kann verlangen, dass das Kind sich entschuldigt, aber wie ernst ist das wohl gemeint? Und würde ich persönlich auf eine solche Entschuldigung überhaupt Wert legen? Man könnte natürlich argumentieren, dass es darum geht, dass ein Kind sein Fehlverhalten überdenkt und überhaupt eine Reaktion von ihm kommt, aber hat es durch die Entschuldigung wirklich über sein Verhalten nachgedacht? Oder hat es sich eben einfach nur entschuldigt, weil es wusste, dass es von ihm erwartet wird?

Ich denke nicht, dass eine erzwungene Entschuldigung irgend etwas bringt, außer dass die Kinder tun, was von ihnen verlangt wird. Das könnte man natürlich auch schon als Erfolg sehen, für mich ist das aber das Verhalten eines Zirkusaffen und nicht das, eines selbst denkenden Menschen. Ich möchte, dass sie sich entschuldigen, wenn sie selbst zu der Erkenntnis gelangt sind, dass ihnen etwas wirklich leid tut. Meiner Meinung nach erreicht man das nur, indem man Vorbild ist und ihnen beibringt, sich in andere Menschen hinein zu versetzen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Das werden Kinder vermutlich eine ganze Zeit lang noch nicht alleine können und so lange brauchen sie dabei unsere positive Unterstützung und nicht zusätzlichen Druck. Ich möchte, dass meine Kinder das tun was sie tun, weil sie es wollen und nicht weil sie wissen, dass andere es von ihnen erwarten.

Im Hinblick auf unsere Leistungsgesellschaft ist diese Denkweise vielleicht etwas naiv, schließlich können sie in der Schule oder im Beruf auch nicht mehr machen was sie wollen. Aber in unserem "System" eine Leistung zu erbringen und Autoritäten anzuerkennen, schließt ja nicht aus, eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten. Was haben meine Kinder davon, wenn sie später allen nach dem Mund reden, weil sie eben nicht gelernt haben, dass ihre Meinung auch dann etwas gilt, wenn es nicht die Allgemeingültige ist. Mir ist lieber sie stehen später zu ihrer falschen Antwort, als erst gar nicht über die Frage nachzudenken.
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