Sonntag, 27. Juli 2014

Geschenkideen zum 3. Geburtstag


Der dritte Geburtstag meines Großen steht vor der Tür und seit geraumer Zeit zerbrechen wir uns den Kopf über passende Geschenke. Es geht ja nicht nur um das, was man selbst dem Kind schenken möchte, denn Freunde und Familie sind ebenfalls dankbar für einen Hinweis. 

Mein Kind wünscht sich auf Nachfrage immer Kuchen mit Smarties. Den soll er haben. Bücher stehen übrigens immer ganz oben auf unserer Wunschliste, darüber hinaus möchte ich aber gerne unsere liebsten Geschenkideen mit euch teilen, vielleicht dienen sie dem ein oder anderen als Inspiration. 


Kinder wollen immer mithelfen. Bei uns dürfen sie das auch "in echt" tun und gerade der Große ist schon erstaunlich geschickt mit dem Akkuschrauber. Trotzdem lasse ich meine Kinder nicht mit dem Hammer durchs Haus rennen oder mit Schraubendreher und Zangen spielen und da bietet sich dieses Spielzeug zur Nachahmung an. Wir haben schon das ein oder andere an Spielzeug-Werkzeug, aber das sind allesamt geerbte Stücke, die langsam in die Knie gehen. Daher wird es Zeit für eine Aufstockung des Bestandes.

Mein Großer ist ein leidenschaftliche Bäcker. Fast jedes Wochenende stehen wir zusammen in der Küche und backen Kuchen, Muffins, Waffeln oder sonst eine Köstlichkeit. Ich selbst hatte als Kind eigene kleine Backformen und durfte mir immer etwas vom fertigen Teig abknapsen, um meinen eigenen Kuchen im Mini-Format zu machen und ich habe es geliebt. Für meinen Großen werden seine eigenen Backformen DAS Highlight seines Geburtstags sein, da bin ich ganz sicher.

Laufrad fährt mein Sohne seit er etwas mehr als 2 Jahre alt war. Er beherrscht das Gerät sicher und fährt sehr verantwortungsvoll und umsichtig. Sein kleines Puky ist aber mittlerweile größentechnisch einfach an seine Grenzen geraten und ist ihm auf maximal eingestellter Höhe eigentlich trotzdem zu klein. Daher wird es Zeit für das große Laufrad, dass er mit Sicherheit nutzen kann, bis er sich ans Fahrradfahren heran wagt. Für ein Fahrrad wäre es bei ihm definitiv noch zu früh, denn er kann noch keine Pedale treten.

Spielzeugautos gehen einfach immer und sind bei beiden Jungs gerade total angesagt. Die beiden spielen täglich mehrfach mit dem gesamten Fuhrpark und die detailgetreuen und stabilen Fahrzeuge von Siku haben es uns besonders angetan. Wir hatten hier wirklich schon viele Modelle anderer Hersteller, aber keine haben die rabiate Behandlung unserer Söhne ausgehalten, außer die Siku-Fahrzeuge. Da zahlen wir gerne den etwas höheren Preis und investieren in anhaltenden Spielspaß.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Warten

Seit 12. Mai 2014 warten wir.

An diesem Tag hatte mein Mann einen Bewerbungstermin auf eine Stelle in meiner Heimat an der Mosel. Eigentlich hatten wir schon drei, vier Wochen danach auf einen Zu- oder Absage gehofft, aber nun warten wir tatsächlich schon seit 10 Wochen.

Von dieser Entscheidung hängt für uns so unglaublich viel ab. Sollte er die Stelle bekommen haben, müsste mein Mann die Stelle bereits nach den Sommerferien antreten, welche in Rheinland-Pfalz Anfang September zu Ende gehen. In der Zeit von jetzt bis dahin müssten wir sämtliche Formalitäten regeln: Unser Haus verkaufen, ein neues Haus oder eine Mietwohnung an der Mosel finden, die vorzeitige Beendigung unseres Kredites regeln und ggf. einen neuen Aufnehmen, den Umzug organisieren und durchführen, sämtlichen Papierkram machen und all die vielen Dinge, die da noch so dran hängen. Dafür hätten wir nach heutigem Stand noch circa sechs bis acht Wochen Zeit.

Im Mai und Juni war ich noch wirklich positiv gestimmt, dachte wir würden bald Bescheid bekommen und könnten alles noch rechtzeitig regeln. Mittlerweile setzt uns die Warterei ganz schön zu, weil wir einfach nichts planen oder in die Wege leiten können, ohne eine Ahnung zu haben, ob und wann wir etwas davon umsetzen können. Wir leben zwischen zwei Welten, weil wir keine langfristige Planung machen können oder wollen. Bei allem, was wir so planen, ist der Nebensatz gleich "...wenn wir dann noch hier sind". Das ist auf Dauer wirklich anstrengend und das Thema beschäftigt einen unbewusst permanent.

Der Zeitpunkt jetzt wäre einfach perfekt. Der Große wird im August drei Jahre alt und käme dann nicht hier sondern an der Mosel in den Kindergarten (wobei das jetzt nochmal so ein separates Thema ist, wahrscheinlich wird er so oder so erst nächstes Jahr dort hin gehen) und würde seine ersten Freunde in der neuen Heimat finden. Alle weiteren Umstände kann man ihm gut erklären. Der Kleine ist noch so klein, dass er das natürlich alles mitbekommen, aber auch sehr schnell überwinden würde.

An manchen Tagen, bin ich sicher, dass mein Mann die Stelle bekommen wird. An anderen kann ich kaum glauben, dass wir so viel Glück haben sollen. Ich bin völlig hin und her gerissen und hoffe, dass die Warterei nun wirklich bald ein Ende hat. Ich will endlich wissen woran ich bin, ob die Sehnsucht nach meiner Heimat, meiner Familie, meinen Freunden bald ein Ende hat, oder ob wir wieder bei Null anfangen müssen, mit einer neuen Bewerbung, wieder mit Wartezeit, wieder mit Ungewissheit.

Warten. Konnte ich noch nie gut. Offizieller Stellenbeginn wäre übrigens der 1. August. So langsam sollte doch dann wirklich mal mit einer Antwort zu rechnen sein.

Freitag, 4. Juli 2014

Ab in den Urlaub

Ihr Lieben, ich weiß es ist ohnehin still geworden hier, aber jetzt wird es noch ein bisschen stiller... Heute haben endlich die lang ersehnten Sommerferien begonnen, die geheiligte Zeit jedes Jahres. Nachdem wir nun fast vier Monate so gut wie gänzlich auf meinen Mann verzichten mussten, werden die Kinder nun jeden Morgen auch ihren Papa sehen, wenn sie aufwachen. Die morgendliche "Is Papa sson weg?"-Frage kann ich mit "Nein, es sind Ferien, Papa ist jetzt ganz lange da!" beantworten.

Morgen Früh verabschieden wir uns für zwei Wochen in die Sonne und sind sehr gespannt, wie so eine dreistündige Flugreise inkl. Anfahrt an den Flughafen und Transfer zum Hotel mit zwei Kleinkindern so laufen wird. So oder so bin ich sicher, dass wir alle froh sein werden, wenn wir angekommen sind. Sonne, der größte Sandkasten der Welt und das Meer erwarten uns - viel mehr braucht man außer den Liebsten um sich herum eh nicht, um eine gute Zeit zu haben.

Die Koffer sind gepackt, die Rucksäcke der Kinder gefüllt mit lauter neuen Kleinigkeiten und viel Essen und wir hoffen auf staufreie Straßen. Euch wünschen wir schöne Ferien, tolle Urlaubstage und einen bombastischen Sommer! Lasst es euch gut gehen.

Donnerstag, 12. Juni 2014

12 von 12 - Juni 2014

Was für ein großartiger Tag! Heute, am 12. Juni 2014, rechtzeitig zum Beginn der Weltmeisterschaft (ich verpasse gerade das Eröffnungsspiel für dieses Posting, but who cares...), erwarteten wir Besuch von einer wunderbaren Frau, ihrer hinreißenden Babykugel und ihrem zuckersüßen Sohn! Die liebe Laura (siehe Blog und Instagram) hatte sich angekündigt und ich muss gestehen, dass ich vorher wirklich nervös war. Aber wie ich mir das schon gedacht hatte, stimmte die Chemie und wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag zusammen, der viel zu schnell vorbei ging... Laura, es war sooo schön euch persönlich kennen zu lernen! :*

Neben all der Schnackerei hab ich es trotzdem noch geschafft, ein paar Fotos zu machen und so kommen hier meine 12 von 12 im Juni 2014. Mehr gibts wie immer bei Draußen nur Kännchen.


Was tun, wenn man Besuch erwartet? Genau, Backen!



Während ich äußerst wichtige Bilder von dieser (verwelkenden *heul*) Schönheit und...



diesen wundervollen Wiesenblumen mache,...



flitzt der eine Sohn in Nachbars Garten (Erdbeeren und Himbeeren "klauen")...



und der andere Sohn geht mal wieder auf Wanderschaft.



Irgendwann war aber auch endlich der langersehnte Besuch da (doofer Stau!) und wurde gleich vom Fachpersonal in die ansässigen Spielzeuge eingewiesen.



Ohne Mama war das Anfangs aber dann doch alles irgendwie gruselig.



Der Kleine sorgt auch für die nötige Abkühlung,...



inkl. Relax-Fußbad.



Der Große musste dann auch erstmal zeigen, was er so kann.



Ein bisschen Glück gab es auch noch von uns...



und schon machten sich die Kinder, äh, Laura und Paul wieder auf den Heimweg.
(Wieso laufen die mir eigentlich immer weg?!)



Das war DIE Gelegenheit mal ein fremdes Auto zu entern! Paul war da Anfangs skeptisch und wunderte sich wohl, was die beiden in SEINEM Auto wollen, brachte dem Großen aber dann pflichtbewusst die Schlüssel.



Schließlich verständigte man sich aber darauf, dass der mit dem Fahrzeug Vertrautere doch die Steuerung übernehmen möge.



Und schon machten sich die drei (*kicher*) wieder auf den Heimweg. Hach, warum gehen die schönen Tage nur immer so schnell vorbei? Wir kommen zum Gegenbesuch - vielleicht ja auch an einem 12.?! :)

Donnerstag, 5. Juni 2014

Die ersten Schuhe und was hier eigentlich los ist

Meine Güte, ist das still hier! Ein tiefes, dunkles Blog-Tief hat mich nun schon seit langem erwischt und ich finde einfach nicht mehr so recht den Dreh, hier was zu schreiben. Letzten Monat brachte ich es nicht einmal zustande, die Monatsberichte der Kinder zu tippen (wobei ich fest vorhabe, das nachzuholen!) und auch meine geliebten 12von12 wurden nicht dokumentiert.

Was hier eigentlich los ist, kann ich wenigen Worten erklären - ich kümmere mich nun seit ungefähr drei Monaten tagsüber beinahe alleine um die Kinder, da mein Mann sich zwei Monate lang auf seine Bewerbung und das damit verbundene "Bewerbungsgespräch" in meiner Heimat vorbereitet hat (der Termin war am 12.05., bitte Daumen drücken!) und nun bis zum Hals in Korrekturen diverser Klassenarbeiten steckt. Mein tapferer Mann arbeitet nun also seit drei Monaten in jeder freien Minute außerhalb der Schule und wir lechzen nach Ferien. Die Kinder kennen es mittlerweile gar nicht mehr anders, als das Papa nicht hierhin und dorthin mit kann, weil er arbeiten muss.

Kinder finden sich ja glücklicherweise schnell mit Gegebenheiten ab und auch ich habe mich daran gewöhnt und genieße die Zeit mit meinen Jungs in vollen Zügen. Zumal der Große nun meistens nur noch einen Tag zur Tagesmutter geht, einfach weil ich gerade am liebsten beide Jungs bei mir haben will. Dennoch sinke ich Abends müde auf die Couch und bin froh, dann auch einfach mal meine Ruhe zu haben und gar nichts mehr tun zu müssen. Also fällt der Blog einfach hinten runter und das ist gerade auch gut so. Schade finde ich es trotzdem.

Derweil hoffe ich einfach, dass auch wieder andere Zeiten kommen und werde berichten, ob und wie und überhaupt das mit dem Umzug in die Heimat nun was wird... derzeit heißt es warten, denn wir wissen leider selbst nicht, wann wir eine Zu- oder Absage bekommen. Sollte es wirklich klappen mit der Stelle, wird es allerdings echt knapp - Start in Rheinland-Pfalz wäre dann schon nach den Sommerferien dieses Jahr und uns blieben dann zwei bis drei Monate, um eine neue Wohnung/Haus an der Mosel zu finden, einen Umzug und das ganze Drumherum zu organisieren und unser Haus hier zu verkaufen. Ich fühle mich derzeit aber eh wie irgendwas zwischen Wonderwoman und Hulk, daher kriegen wir das dann schon auch noch irgendwie hin.

Heute nutzte ich die Schlafenszeit des Kleinen (und Abwesenheit des Großen) zum Bilder sortieren und just fielen mir die Fotos von den ersten Schuhen des Äffchens in die Hände. Also dachte ich, ich nutze die Gelegenheit um hier nochmal ein paar Worte zu schreiben.

Die ersten Schuhe waren schon beim Großen etwas besonderes für mich und jetzt beim Mini war ich richtig rührselig. Das ist so einer der Momente in denen eniem ganz bewusst wird, dass man eben kein Baby mehr hat, sondern ein Kleinkind, das in großen Schritten die Welt erobert.

Im April (ist das wirklich schon fast zwei Monaten her?!) stand der Kleine seit beinahe drei Monaten auf den eigenen Beinen und so war es nun wirklich an der Zeit, ihm die ersten Sohlen zu verpassen. Ich persönlich bin ja Fan davon, die Kinder möglichst lange ohne Schuhe laufen zu lassen, aber es macht das Draußen-sein doch um einiges einfacher, das muss ich zugeben.

Entschieden haben wir uns - wie fast bei all unseren Kinderschuhen - für Pepino von Ricosta. Ich finde die Pepinos sowieso immer toll, aber von diesen Lauflern-Schuhen bin ich absolut begeistert! Die Sohle ist super flexibel und wirklich in alle Richtungen drehbar, das Leder ist weich und schmutzresistent und ich LIEBE dieses Design. Mein Nicht-Mehr-Baby läuft darin genauso sicher und gerne wie barfuß.

Nun sind also alle Kinder besohlt und ab jetzt wird der Besuch im Schuhladen gleich doppelt teuer. *seufz* Vielleicht lässt sich da aber auch das ein oder andere Paar für Mutti unterschmuggeln - fällt ja nicht mehr so auf bei den Preisen, hihi.

Montag, 5. Mai 2014

Entspannte Geschäfte

Dies hier ist bekanntlich ein Mama-Blog. Es wird also Zeit, mal die wirklich wichtigen, wahren, existenziellen Themen aufzugreifen: Reden wir mal über Pipi und Kacka. :D

Es ist soweit, nach nunmehr fast 33 Monaten ist mein Großer auf die Idee gekommen, er könnte das mit dem Töpfchen doch auch mal ausprobieren. Ausschlaggebend dafür war, dass wir gemeinsam ein neues Töpfchen kaufen waren, nachdem er beim Alten getestet hatte, wie gut sich dieses als unbemanntes Flugobjekt eignet. Aber gut so, denn scheinbar hat es ihn angespornt, dass er sich selbst ein Töpfchen aussuchen durfte ("Ich will das blaue, mit grün!"). Er wollte dann auch Abends vorm Umziehen immer mal wieder drauf, aber mehr Interesse war da erstmal nicht.

Als es dann letzte Woche so warm war, dass die Kinder das erste Mal ins Planschbecken konnten, ließ ich ihn draußen einfach weiter ohne Windel herum laufen. Irgendwann pillerte er sich natürlich voll, fand das aber gar nicht gut. Ich sollte dann schnellstens das Töpfchen herbei holen und tatsächlich setzte er sich darauf und machte Pipi ins Töpfchen. Nur nochmal zur Sicherheit, dass es auch nicht überlesen wird: Mein Kind hat PIPI INS TÖPFCHEN GEMACHT!! *kreisch*

Ich glaube nur Eltern können nachfühlen, wie unglaublich stolz man in diesem Moment auf sein Kind ist und wie bedeutend sich dieser Schritt anfühlt. Mein kleines Baby, dass es fast drei Jahre lang wie selbstverständlich einfach laufen gelassen hat, kontrolliert plötzlich seine Körperausscheidungen. Ich war jedenfalls ziemlich aus dem Häuschen und freute mich mindestens so sehr wie mein Großer, der mir stolz den Töpfcheninhalt präsentierte. (An dieser Stelle dürfen alle Nicht-Eltern, die sich hierher verirrt haben, gerne amüsiert mit dem Kopf schütteln.)

Für den Rest des Tages wollte er nach wie vor keine Windel, allerdings landete jedes weitere Pipi in der Hose. Egal. Abends wollte er dann wieder aufs Töpfchen und kündigte an, dass er dieses Mal "Pipi und Kacka und A-A!" machen würde. Ich war skeptisch, hatten mir doch andere Eltern berichtet, dass das mit dem großen Geschäft nicht so einfach werden würde. Tatsächlich aber sprang er kurz darauf triumphierend mit "Ich hab Kacka dumacht!" auf und wollte das Ergebnis schnellstmöglich dem Papa zeigen, der sich mit dem gleichen, stolzen Funkeln in den Augen ebenso begeistert zeigte wie Mama.

Am darauffolgenden Tag wollte er unbedingt wieder eine Unterhose anziehen, was sicherlich auch daran lag, dass ich in Ermangelung an Unterwäsche (wir waren noch nicht auf ein windelfreies Kind vorbereitet) hübsche Höschen in pink und mit Bambi und Schleifchen und so weiter bei den Nachbarn ausgeliehen hatte. Tatsächlich landete jedes große Geschäft im Töpfchen, aber Pipi machte er bis auf einmal weiterhin in die Hose. Trotzdem glühte ich vor Stolz und konnte mich gerade so davon abhalten, nach jeder Wurst im Pott kreischend im Kreis zu laufen und einen Freudentanz aufzuführen.

An Tag 3 und 4 (gestern und vorgestern) bestand er übrigens wieder auf einer Windel, was ich ihm auch sofort gewährte. Ich finde es wichtig, dass er in dieser ganzen Trocken-werden-Sache selbst den Rhythmus vorgibt und ich ihm nichts vordiktiere. Er wird schon wissen wann er soweit ist und in welchem Tempo er das alles meistern kann. Heute trägt er übrigens wieder eine (eiligst gekaufte) Unterhose und ich bin gespannt wie es weiter geht. Wie gesagt, immer schön entspannt - ist ja auf förderlich beim Toilettengang. *hihi*

Montag, 28. April 2014

Reboarder Nr. 2: Axkid Kizofix und die beste Beratung

Unsere Söhne trennt ein geringer Altersabstand von 19 Monaten, was für uns viele Vorteile hat, aber eben auch ein paar Nachteile. Einer davon ist, dass der Kleine nun einen Folgesitz nach der Babyschale brauchte, während der Große mit etwas mehr als 2,5 Jahren in meinen Augen aber noch zu jung ist, um auf einen Sitz in Fahrtrichtung umzusteigen. Ein zweiter Reboarder musste also her.

Mit dem gesamten Reboard-Thema habe ich mich ausgiebig auseinander gesetzt, allerdings zuletzt vor über zwei Jahren. Seitdem ist die Auswahl erfreulicherweise beträchtlich gestiegen, was das Ganze aber auch schwieriger macht. Daher war ich mir auch nicht sicher, welcher Sitz nun für uns in Frage kommt und was es weiter zu beachten gibt.

Macht es Sinn einen Sitz zu kaufen, der verschiedene Klassen umfasst und dann ggf. doch irgendwann in Fahrtrichtung gedreht werden kann? Gibt es überhaupt Sitze, die in unser(e) Auto(s) passen, sodass sowohl mein Mann als auch ich fahren könnten? Ist der Einbau bei den anderen (mir nicht bekannten) Sitzen vielleicht komplizierter?

Fragen über Fragen, bei denen mir Zeit, Lust und Know-How fehlten, um die Antworten selbst zu recherchieren. Und was macht man, wenn man alleine nicht so recht zurande kommt? Genau, man sucht sich fachkundige Hilfe. Für mich persönlich kam nur ein Händler in Frage, dem ich aufgrund von Erfahrungsberichten mein Vertrauen schenken wollte und das waren die Zwergperten.



Im ersten Anlauf dachte ich noch, ich könnte die offenen Punkte telefonisch klären, denn es gibt keinen Laden in meiner Nähe und die Zwergperten führen einen Online-Shop inklusive Telefonhotline. Die freundliche Dame am anderen Ende konnte meine Fragen zwar auch beantworten, welcher Sitz am besten in unser Auto passt, war am Telefon aber natürlich nicht zu klären. Also beschlossen wir die 1,5 Stunden Fahrt anzutreten und die Zwergperten in Witten (Zur Facebook-Seite) aufzusuchen. Nur so als Tipp: Für Kunden, die eine weite Anfahrt haben, gibt es die Möglichkeit vorher einen Termin abzusprechen, sodass man keine Wartezeiten hat. Wir kamen aber auch ohne Termin sofort dran und es waren gleich drei Berater im Geschäft zugegen.

Die Beratung war - wie erwartet - hervorragend. Im Vorgespräch gingen wir die oben genannten Punkte genau durch und schränkten so die Auswahl auf wenige Sitze ein. Einer davon war der Axkid Kidzofix, der auf Anhieb einen guten Eindruck machte und zudem auch noch im Angebot war (399,- EUR), weil sein Nachfolger (der fast identische Axkid Duofix) im Begriff war ihn abzulösen. Unser Berater baute den Sitz in unseren S-Max ein und erklärte dabei jeden Schritt genau. Dann baute er den Sitz wieder aus und ich musste ihn unter seiner Aufsicht erneut selbst einbauen. Das klappte auf Anhieb völlig problemlos, was meine vorherigen Bedenken eines eventuell komplizierteren Einbaus mit Spanngurten, in Luft auflöste. Nachdem der Große dann, nach einiger Überredungskunst und mit Aussicht auf Bestechung in Form von Gummibärchen, Probe gesessen hatte war klar, dass der Kidzofix der perfekte Sitz für uns ist.








Einige Hard-Facts zum Axkid Kizofix:
  • Gruppe 1/2: 9-25 kg
  • Befestigungsmöglichkeit mit Isofix (Achtung: Isofix ist IMMER nur bis 18 kg zugelassen) oder Drei-Punkt-Gurt des Autos
  • Montage mittels Spanngurten, Standfuß und Fixierung durch den Vordersitz (Alternativ ca. 15 cm Platz nach vorne) - steht nach der Installation bombenfest im Auto 
  • Dreifach in der Neigung verstellbar - lässt sich so gut verschiedenen Sitzbänken und Situationen anpassen und bietet eine gute Schlafposition
  • Passt dank der großen Sitzschale wirklich lange, ohne dabei sehr viel Platz im Auto einzunehmen
  • Befestigung in Fahrtrichtung ist möglich, wird aber nicht empfohlen
  • Standfuß kann an zwei Hebeln sehr lang ausgefahren werden
  • Zwei Spanngurte werden am Vordersitz bzw. am Beifahrersitz befestigt und lassen sich dank Aufrollautomatik sehr gut straffen - Sitz kann gut in sehr steile Rückbänke gedrückt werden und steht somit flacher auf
  • Bezug abnehmbar und bei 30°C in der Waschmaschine waschbar
  • Gewicht ca 15 kg
Absolutes Highlight des Sitzes: Die Kopfstütze und die Gurte passen sich beim Festziehen automatisch der Größe des Kindes an und somit kann die Kopfstütze nie zu hoch oder zu niedrig eingestellt werden und das Kind wird immer straff genug angeschnallt. Ein großes Problem ist nämlich leider immernoch, dass viele Eltern ihre Kinder viel zu locker anschnallen und so im schlimmsten Fall der beste Kindersitz nichts nützt, weil die Kinder mit den Schultern einfach aus den Gurten heraus rutschen können. Einen Artikel dazu hatte ich mal veröffentlicht (gilt natürlich nicht nur im Winter!).

Der Sitz war vor einiger Zeit übrigens mal in die Kritik geraten, weil er bei einem Test des ADAC/Stiftung Warentest massiv abgewertet worden war. Grund damals waren fehlerhafte Isofix-Konnektoren, die mittlerweile aber bei allen Sitzen ausgetauscht wurden. Eine ausführliche Erläuterung dazu könnt ihr auf der Seite der Zwergperten nachlesen.

Liebes Zwergperten-Team in Witten, wir bedanken uns für die tolle Beratung und dafür, dass unsere Kinder euren Laden auf den Kopf stellen durften. Ich bedanke mich nicht dafür, dass ihr außer Reboardern auch noch tolle Kinderklamotten verkauft, bei denen ich nicht widerstehen konnte. Außerdem bin ich eigentlich ganz froh, dass euer Laden so weit weg ist, denn bei der zudem großartigen Auswahl an (nachhaltigen) Spielsachen, Tragetüchern, Komforttragen, Stoffwindeln, etc. würde ich viel zu oft schwach werden.

Mit unserem neuen Kidzofix sind wir nun wirklich super zufrieden und ich kann den Sitz absolut weiter empfehlen. Unsere beiden Reboarder (HTS BeSafe Combi X3 und der Axkid Kidzofix) passen außerdem nicht nur in unsere Familienkarre, den Ford S-Max, sondern auch in den Kleinwagen, einen Hyundai Getz. Auch von den beiden Sitzen in diesem Raumwunder-Auto werde ich bald ein paar Bilder zeigen.

Wie immer möchte ich an dieser Stelle auch auf meine anderen Artikel zum Thema und das Reboarder-Forum verweisen.
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