Samstag, 22. November 2014

Dankbarkeit und Babybauch 10+1


Dieses Internet-Ding ist schon eine komische Sache. Auf der einen Seite ist die Vorstellung, wer sich dort draußen alles herum treibt und vor allem mit welchen Absichten, sehr gruselig und daher versucht man - trotz Blog und Social Media-Kanälen- nicht zu viel von sich und seinen Kindern Preis zu geben. Auf der anderen Seite wird man manchmal von eigentlich fremden Menschen mit so unglaublich viel Liebe überschüttet, dass es einem fast die Sprache verschlägt.

Diesen Beitrag habe ich Nachts um 23 Uhr geschrieben, zwischen meinen schlafenden Söhnen sitzend, weil meine Gedanken nicht zur Ruhe kamen. Am nächsten Morgen schaltete ich irgendwann das Handy an und im Minutentakt erreichten mich hier auf dem Blog, bei Facebook oder Instagram Kommentare dazu. Jeder einzelne hat dazu beigetragen, dass es mir Stück für Stück besser ging, auch wenn ich ständig vor Rührung in Tränen ausbrach. Ich war wohl selten so dankbar dafür, diesen Blog zu schreiben und vor allem für die Menschen die ihn lesen und damit Anteil an meinem Leben haben.

Ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken. Mich haben so viele verständnisvolle, aufbauende, tröstende, unterstützende und liebevolle Worte erreicht, dass es mir immer wieder die Tränen in die Augen trieb. Schon allein zu wissen, dass ich nicht allein bin mit meinen Gedanken und meiner Traurigkeit und dass es auch anderen schon so ergangen ist, hat mich so sehr aufgefangen. Dabei musste ich mich wirklich überwinden, meine Gefühle so schonungslos zu offenbaren und bin nun unendlich froh, es getan zu haben. Also, ganz ehrlich, von ganzem Herzen - Danke.

Was ich bisher auch noch schuldig geblieben bin, ist das erste "richtige" Baubild. Dieses Foto ist bereits am Dienstag, also bei 10+1, entstanden und zeigt, was mich ein bisschen fassungslos macht - man kann tatsächlich schon ein kleines Bäuchlein erkennen. 

Wer hier schon meine letzte Schwangerschaft mitverfolgt hat mag sich erinnern, dass ich vor der 15. Woche keinen wirklich sichtbaren Babybauch hatte (hier kann man übrigens alle Bauchbilder nochmal anschauen). "Böse Zungen" würden behaupten, dass man eigentlich erst ab der 20. Woche so richtig was sehen konnte. Das war übrigens in der ersten Schwangerschaft genauso. Eigentlich fand ich es ja immer toll, so einen kleinen Bauch zu haben, schließlich konnte ich mich bis zum Tag der Entbindung völlig normal bewegen, was besonders mit Kleinkind Zuhause sehr von Vorteil war. Trotzdem wünscht sich glaub ich jede Mama insgeheim einen großen Bauch, trägt man ihn doch 40 Wochen voller Stolz. 

Ich bin also gespannt, wohin Baby Nummer Drei meinen Bauch wachsen lassen wird und hoffe, dass es nicht doch der erhöhte Süßigkeitenkonsum ist, der sich nun zeigt. Wie sehr ich mich auf und über meinen Babybauch freue, kann ich kaum in Worte fassen. In jeder Schwangerschaft war ich völlig fasziniert davon, wie sich mein Körper verändert und habe diese Veränderungen voller Stolz und Ehrfurcht angenommen. Gerade jetzt am Anfang, wo man das Kind noch nicht spüren kann, ist der wachsende Bauch doch das einzig sichtbare Zeichen dafür, dass die Entstehung neuen Lebens im eigenen Körper kein Traum ist. 

Dienstag, 18. November 2014

Outing (10+1)

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich hier meine wahren Gefühle preisgeben soll oder lieber nicht. So öffentlich, so angreifbar. Aber es nicht zu tun wäre ein bisschen so, als würde ich mich selbst anlügen und aus dem Alter bin ich raus.

Gestern haben wir erfahren, dass das kleine Baby-Wunder unter meinem Herzen ein Junge ist. Ein ganz sicher wunderschöner, bezaubernder, perfekter kleiner Junge. Beim Ultraschall war alles in Ordnung, zuerst hat das Baby geschlafen und uns dann gezeigt, wie schön es schon strampeln und boxen kann. Plötzlich sagte die Ärztin, dass man auch schon das Geschlecht erkennen könnte und da wusste ich natürlich sofort, dass es nur ein Junge sein kann. Bei 10+0 ist ganz sicher noch kein Mädchen erkennbar. Sie veränderte die Perspektive noch ein wenig und man konnte es ganz klar erkennen. Darauf war ich gestern wirklich nicht gefasst. Darauf, dass zu einem so frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft überhaupt zu erfahren. Ich bin traurig.

Gestern habe ich eigentlich den ganzen Tag nur geweint. Bei der Ärztin konnte ich mich gerade noch zusammen reißen, aber als ich draußen war, brachen alle Dämme. Mit Unterbrechungen natürlich, denn die Jungs sollten davon nichts merken. Während sie aber spielten und tobten und alles auf den Kopf stellten, schluchzte ich leise vor mich hin. Ich kann das gut, dieses schauspielern. Einigen wenigen vertrauten Menschen habe ich davon erzählt. Denen von denen ich wusste, dass sie mich verstehen und sich die "blöden" Kommentare sparen würden. Davon kommen ganz sicher noch so einige, aber die verkrafte ich gerade noch nicht.

Als ich letzte Woche meine Gedanken zum Thema Geschlecht hier nieder geschrieben habe, ahnte ich schon, dass das Outing meine wahren Gefühle ans Licht bringen würde und genauso war es auch. Nur das es so schnell gehen würde, habe ich nicht gedacht. Ich habe mir eingeredet, dass das nicht so wichtig ist und das es vielleicht sogar besser wäre, wenn es noch ein Junge würde, aber ich habe mir wohl doch mehr eine Tochter gewünscht, als ich es mir selbst eingestehen wollte. Jetzt weiß ich, dass ich niemals eine haben werde. Ich werde niemals mein Mädchen an der Hand halten, niemals ein Mutter-Tochter-Gespräch führen, nicht genau wissen was sie fühlt, wenn sie den ersten Liebeskummer erlebt, nicht mit meiner Tochter ihr Hochzeitskleid aussuchen und nicht mit ihr das Wunder des Lebens bestaunen, wenn sie ein Kind bekommt.

Ich bin einfach nur unglaublich traurig. Und maßlos enttäuscht. Und vielleicht auch ein bisschen wütend.

Und ich schäme mich. Ich habe zwei gesunde, großartige Kinder. Ich trage das dritte Wunschkind in mir, das gesund zu sein scheint. Ich bin dreimal völlig problemlos schwanger geworden. Niemals hatte ich in der Schwangerschaft irgendwelche Beschwerden. Ich bin jedes Gramm Babyspeck wieder los geworden. Ich hatte zwei perfekte, selbstbestimmte Geburten im Geburtshaus und werde ganz sicher auch eine dritte solche erleben dürfen. Meine Babys waren bezaubernd, wunderschön und unkompliziert. Dieses kleine Menschlein in meinem Bauch sollte doch von mir schon jetzt bedingungslos geliebt werden und stattdessen sitze hier in Tränen und frage mich, ob ich darüber hinweg kommen werde.

Natürlich werde ich das. Das weiß ich im Grund schon jetzt. Ganz sicher wird es immer irgendwie zwicken, wenn mich jemand fragt, ob ich mir nicht auch eine Tochter gewünscht habe. Ganz sicher, werde ich mich zwischendurch mal fragen, wie es wohl jetzt wäre mit einer Tochter. Wie sie wohl aussehen und sein würde. Wie mein Mann wohl zu seinem Mädchen wäre. Aber ich werde darüber hinweg kommen und einfach nur stolz sein auf meine Jungs. Meine drei Jungs.

Aber gerade fühle ich das noch nicht und ich muss erstmal trauern, den Schmerz zulassen und versuchen, nicht allzu hart zu mir selbst zu sein. Meine Gefühle kann ich sowieso nicht unterdrücken und wenn ich es versuche, kann das nur nach hinten los gehen. Also warte ich.

Trotzdem liebe ich dich, Baby-Junge und ganz ganz bald freue ich mich auch wieder nur auf dich und diese bezaubernde Zeit, die da vor uns liegt. Und ich schwöre dir, ich werde dich niemals im Leben etwas von meinen jetzigen Gefühlen spüren lassen.

Mittwoch, 12. November 2014

12von12 - November 2014

Heute waren wir fast den ganzen Tag unterwegs, daher präsentieren sich meine 12von12 recht unansehnlich mit Handyfotos. Aber ich dachte mir besser schlechte Bilder als gar keine, denn meine magische 12von12-Serie kann ich unmöglich unterbrechen. Schließlich ist diese Zusammenfassung eines Tages im Monat für mich ein ganz toller Rückblick geworden, der sehr treffend den schnöden Alltag widerspiegelt.

Heute als meine Bilder vom 12. November 2014 - ist das Jahr wirklich fast schon vorbei?!

Mehr davon gibts bei Draußen nur Kännchen.


Guten Morgen! Willkommen im Kinder-Chaos-Zimmer! Unglaublich, was diese Jungs anstellen, während ich mich nur mal eben fertig mache. Man könnte nun munkeln, ich hab zu lange gebraucht... :D



"Da bau!" - aktuell sucht der kleine ständig blaue Sachen heraus. Neue Lieblingsfarbe.



Der Große verarztet den Kleinen.



"Wir sollen ein hübsches Frühstrück machen!" - Hach, mein Sohn... <3



Komm zu mir, mein Freund!



Während ich noch in Ruhe zuende frühstücke, wird bereits der nächste Blödsinn angestellt. Kennt ihr Sysyphus?! 



Aber jetzt, wir brechen auf zu einer Freundin und ihren beiden Jungs. Hab ich eigentlich schonmal hier erwähnt, wie sehr ich diese neuen Winterschuhe der Jungs liebe? Sie sind einfach wunderschön.



Bevor wir los fahren können, müssen die Jungs noch was arbeiten. Natürlich... 



Eine Häckselmaschine, drei Jungs. Fasziniertes schweigen. 



Auf dem Spaziergang DEN Klinker entdeckt. Gemerkt für Hausbau 2.0.



Stau auf dem Heimweg - welche Freude. 



Als die Kinder schliefen, führte ich noch ein Telefoninterview für eine Zeitschrift, die in zwei Wochen erscheint. Hihihi, das war wirklich lustig und ich bin gespannt. Ich komm in die Zeitung, ich werd bekloppt! :D 

Montag, 10. November 2014

Junge oder Mädchen?

Was wir uns am allermeisten wünschen, ist ein gesundes Kind. So abgedroschen das klingen mag, es ist die Wahrheit. Wir haben zwei großartige, perfekte Söhne, ohne die ich mir das Leben nicht mehr vorstellen kann. 

Ich bin gerne eine Jungsmama. Ich mag es immer wieder Bücher über Kettenbagger, Turmdrehkräne, Traktoren und Müllabfuhr zu lesen, weil sie das eben gerade begeistert. Ich kann ihnen stundenlang dabei zusehen, wie sie im Sandkasten mit unseren Klinkersteinen Häuser bauen und mit ihren kleinen Schubkarren Steine hin und her fahren. Genauso versuche ich ihnen zu vermitteln, dass sich ihre Welt nicht auf die typischen Jungs-Sachen beschränkt, indem wir gemeinsam backen, den Haushalt schmeißen und ich ihnen die Wahl zwischen den pinken und den grünen Handschuhen lasse und sie genauso mit der Puppe spielen können, wie mit den Autos. Am wichtigsten ist mir, dass meine Kinder Kinder sein können: sie dürfen sich dreckig machen, auch wenn wir mal vergessen haben die Matschhose anzuziehen, sie dürfen durch Pfützen hüpfen, draußen mit schmutzigen Händen essen und regelmäßig unser Wohnzimmer auf den Kopf stellen. Kurzum, die Kinder genießen ziemlich viel Narrenfreiheit, solange nichts kaputt geht, sich niemand dabei verletzt und wir das Chaos am Ende des Tages oder spätestens am nächsten Tag, gemeinsam wieder beseitigen. 

Trotzdem ich bewusst darauf achte, die Kinder eben nicht als typische Jungs zu erziehen, komme ich nicht umhin festzustellen, dass sie trotzdem welche sind. Allen voran der Kleine - er spielt fast ausschließlich mit Autos, Baggern, Schubkarren und dergleichen. Wenn wir Bücher anschauen, will er immer nur die Seite mit den Fahrzeugen sehen. Er kann stundenlang Traktoren, Baumaschinen oder Flugzeugen beobachten. Der Puppenwagen interessiert ihn nur, weil man ihn rumfahren kann. Seit kurzem erkennt er die Farbe blau und hat diese scheinbar zu seiner Lieblingsfarbe erkoren. Der Große ist etwas anders und spielt tatsächlich regelmäßig mit der Puppe oder seinem Teddy und umsorgt oder stillt diese liebevoll. Er kocht jeden Abend mit mir zusammen das Abendessen und lässt alles stehen und liegen, wenn ich ihn frage, ob wir was backen sollen. Trotzdem begeistert auch er sich für Bagger und Baustellenfahrzeuge aller Art, Werkzeug und vor allem die Müllabfuhr. 

Mit Mädchen kenne ich mich nicht aus. Ich kann nur auf das zurück greifen, was ich aus meiner eigenen Kindheit noch in Erinnerung habe und das sind vor allem Barbie und Lego. Ich habe einen großen Bruder, der sieben Jahre älter ist als ich und wollte immer am liebsten mit seinem Spielzeug spielen. So habe ich mich ständig heimlich in sein Zimmer geschlichen, um mit der Lego-Burg, der Motorradwerkstatt und der Feuerwehrwache zu spielen. So lange ich mich erinnern kann, wollte ich als Kind lieber ein Junge sein, als ein Mädchen und habe mich lange Zeit auch bewusst so gegeben. 

Ein weiterer Junge wäre für uns definitiv einfacher und würde sich hier ganz bestimmt nahtlos einfügen. Für alles ist gesorgt - Kleidung, Spielzeug, Bücher, Spielkameraden. Zum Zeitpunkt der Geburt von Nummer Drei, bin ich fast vier Jahre erprobte Jungsmama und glaube, dass mich da(bis zu diesem Alter!) nicht mehr viel überraschen könnte. Zumindest habe ich das Gefühl, dass unsere Jungs ähnlich ticken, auch wenn sie verschiedener nicht sein könnten. 

Trotzdem war in mir immer der starke Wunsch, eine Tochter zu haben. Vor allem deswegen weil ich einer Tochter in meiner Vorstellung später, wenn diese erwachsen ist, näher sein werde, als einem Sohn. Töchter bleiben irgendwie mehr im Leben ihrer Eltern verwurzelt als Söhne, zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich mir meine Familie und Freunde anschaue. Einer Tochter könnte ich gefühlt besser zur Seite stehen bzw. lässt sie mehr Unterstützung zu bei dem, was das Leben so für sie bereit hält - erste Liebe, erster Kummer, Partnersuche, Heirat, Geburt, Kinder,... all das habe ich selbst erlebt, eben als Frau. Und in vielerlei Hinsicht, kann ich die komplizierte Denkweise von Frauen eben einfach besser verstehen als das, was im Kopf von Männern vorgeht. Natürlich kann das später auch ganz anders sein, aber es ist eben das, was mein Hirn sich ausmalt. Allein die Vorstellung, dass ich mal Schwiegertöchter haben könnte, die mir als Schwiegermutter eben nicht so sehr vertrauen, wie ihrer eigenen Mama und mir meine Enkelkinder daher irgendwie vorenthalten, finde ich unglaublich traurig. Daher an dieser Stelle auch ein Appell an alle Mamas da draußen, insbesondere die von Söhnen - denkt daran, irgendwann seid ihr vielleicht die ungeliebte Schwiegermutter.

Bis zur Schwangerschaft (und auch in der voran gegangenen) hätte ich auf die Frage, was ich mir für ein Geschlecht aussuchen würde, ohne zu zögern mit Mädchen geantwortet. Seit sich da unter meinem Herzen tatsächlich ein Baby eingerichtet hat, weiß ich nicht, ob das immer noch so ist. Ich habe sogar etwas Angst davor, dass es nun ein Mädchen sein könnte und damit so viel Neues und Unbekanntes auf uns zu käme. Ein Junge wäre so viel einfacher, die sichere Bank sozusagen. Aber ein Mädchen? Und dann womöglich eines, dass später total auf Pink, Glitzer und Hello Kitty steht? Ich weiß nicht, ob ich damit klar käme. Andererseits - wird ein Mädchen mit zwei großen Brüdern nicht automatische mehr Räubertochter als Prinzessin? Wühlt lieber im Dreck als den Puppen die zwanzigste Tasse Tee zu servieren? Und ist dieses Denken in Klischees nicht auch von mir einfach völlig ungerecht? 

Tief in meinem Herzen glaube ich, dass da gerade so eine Art Selbstschutz greift, denn sollte sich heraus stellen, dass wir tatsächlich noch einen dritten Sohn bekommen, möchte ich einfach nicht enttäuscht sein. Ich möchte glücklich sein darüber, dass wir noch ein Baby bekommen. Ein wunderschönes, perfektes, anbetungswürdiges Baby, ganz egal welchen Geschlechts. Das letzte Baby. Ich will es einfach nur lieben, mit jeder Faser meines Herzens und zwar von jetzt an, bis zu meinem letzten Atemzug und nicht erst dann, wenn ich die Nachricht über das Geschlecht verdaut habe. 

Was wirklich in mir vorgeht, werde ich wohl erst erfahren, wenn das Outing vorbei ist. Bis dahin habe ich noch viel Zeit, mir den Kopf zu zerbrechen. Ich weiß, dass die Gesundheit dieses kleinen Wunders das Allerwichtigste ist und der Rest nur Nebensache. Trotzdem, ganz ehrlich, schweifen meine Gedanken immer wieder zur Junge/Mädchen-Wunsch-Frage ab, auch wenn ich gerade noch nicht mal für mich selbst eine Antwort darauf habe. 

Aber wirklich, ganz egal was du da in meinem Bauch bist, ich liebe dich jetzt schon wie verrückt, hörst du! Und daran wird sich ganz sicher niemals etwas ändern.

Mittwoch, 5. November 2014

Wunder Nummer Drei

Wunder geschehen, ich habs gesehen.

Zweimal durften wir schon das Wunder der Entstehung neuen Lebens, der Schwangerschaft und der Geburt erleben und nun blicken wir voller Freude auf unser drittes Wunder in die Zukunft. Baby Nummer Drei, wir freuen uns so sehr auf dich!

Nach der Geburt des Kleinen, waren eigentlich sofort die Gedanken an ein drittes Kind da. Damals wusste ich noch nicht, ob ich das will oder nicht, aber darüber nachgedacht habe ich eigentlich die ganze Zeit. Mal mehr, mal weniger. Mein Mann und ich waren uns aber schnell einig, dass wir wenn dann keinen so geringen Altersabstand (1,5 Jahre bei den Jungs) haben wollten und vertagten das Thema daher erst einmal. Trotzdem kreisten meine Gedanken immer wieder darum und wir sprachen doch die ganze Zeit darüber, wenn auch meist nur flappsig im Nebensatz. 

Umso älter unser "Baby" aber wurde, umso mehr drängten sich mir die Gedanken an ein weiteres Kind auf. Ehrlich gesagt konnte ich mir auch einfach nicht vorstellen, dass das nun die letzte Schwangerschaft gewesen sein sollte. Das letzte Mal, dass ich meinen runden Bauch streicheln und verzückt und verzaubert die Klopfzeichen aus meinem Inneren bestaunen sollte. Dass es das letzte Neugeborene gewesen sein sollte, dass duftend, erschöpft und unfassbar weich in meinen Armen lag. Ich war irgendwann an einem Punkt, wo ich genau wusste, dass ich das alles noch einmal erleben will und so wuchs der erneute Kinderwunsch Stück für Stück in mir.

Seit Anfang diesen Jahres nahm, neben dem Alltag mit zwei kleinen Kindern, auch die Bewerbung meines Mann in meine Heimat viel Zeit und vor allem Kopf ein und so kamen wir kaum dazu, uns zum Thema "Nummer Drei" so richtig auszutauschen. Erst in unserem Sommerurlaub im Juli sprachen wir lange und ausgiebig darüber. Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber von mir werden grundlegende Lebensentscheidungen eigentlich nur aus dem Bauch heraus getroffen und von meinem Mann eher mit einen ordentlichen Stück Kopfanteil. So auch dieses mal. Sein "Ja" zum dritten Kind klang also eher unromantisch und pragmatisch ("Also, ich hab nichts gegen ein drittes Kind."), aber so kann ich mir sicher sein, dass er seine Meinung auch dann nicht ändert, wenn es hier in ein paar Monaten drunter und drüber geht. Wir entschieden uns also gemeinsam für Nummer Drei und den ungefähren Zeitpunkt, der uns beiden passend erschien.

Was soll ich sagen - wir sind was die Fortpflanzung angeht wirklich gesegnet, denn gleich beim zweiten Versuch wurde ich schwanger. So wird im Juni nächsten Jahres unser drittes Kind hoffentlich gesund in unseren Armen liegen und unsere Welt - da bin ich ganz sicher - erneut auf den Kopf stellen. Ich bin überglücklich, wieder ein kleines Wunder unter dem Herzen zu tragen, auch wenn ich jetzt noch nicht viel davon spüre, außer einem gelegentlich flauen Gefühl im Magen, Stimmungsschwankungen und dem Gefühl, niemals genug zu schlafen.

Jetzt bin ich in der 9. Woche und es ist eigentlich noch zu früh, um die Schwangerschaft offiziell bekannt zu geben. Irgendwie hatte ich aber schon immer einen festen Glauben daran, dass alles gut geht und wenn nicht, dann werde ich mir das ganz sicher so oder so von der Seele schreiben müssen. Warum also warten? In meinem Kopf drehen sich tausend Gedanken im Kreis, die jetzt einfach heraus müssen und was wäre ein besserer Ort dafür, als dieser Blog? 

Außerdem möchte ich meine unglaubliche Freude endlich hinaus schreien in diese Welt und Geduld war ohnehin noch nie meine Stärke. Eines gibt es aber, auf das ich unglaublich gerne warte... dieses Baby in meinem Bauch. Die neun Monate Schwangerschaft mögen sich bitte dahinziehen wie Kaugummi und niemals enden, denn ich denke, dass ist nun wirklich das letzte kleine Wunder, das in mir heran wachsen, mich verzaubern und mein Herz um ein riesen großes Stück Liebe erweitern wird. Ich freue mich so sehr auf dich, Babylein.

Samstag, 25. Oktober 2014

Buchempfehlung: Schleckermäuler & Dreckspatzen

Den aktuellen DIY-Trend finde ich wirklich toll und ich staune immer wieder über die vielen kreativen Ideen, die aus Mütterköpfen nur so heraus zu sprudeln scheinen. Allerdings setzt mich das manchmal fast schon wieder, wie so vieles im Eltern-Kind-Kosmos, ein bisschen unter Druck: Müsste ich mehr basteln mit den Kindern? Jetzt haben wir beim Herbstspaziergang schon wieder eine Tonne Steine, Blätter und Äste angeschleppt, was mach ich damit bloß? Im Garten wächst der Rhabarber / die Erdbeeren sind reif / der Haselnussbaum schmeißt seine Früchte ab und der Holunder blüht - daraus müssten wir doch eigentlich was machen, nur was bloß?

Basteltipps und DIY-Anleitungen gibt es im Internet zu hauf, oft habe ich aber Probleme damit, eine passende Anleitungen dann zu finden, wenn ich sie brauche. Zudem bin ich persönlich bei sowas ein totaler Papiermensch und tue mich auch mit Koch- und Backanleitungen aus dem Netz schwer, es sei denn ich drucke sie aus. Bisschen crazy.

Als ich dann durch Zufall auf das Buch "Schleckermäuler & Dreckspatzen - Kreative Ideen fürs ganze Jahr" gestoßen bin, wusste ich sofort, dass ich das haben muss und habe es vom Werd Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen, um es zu rezensieren. Vielen Dank an dieser Stelle.


Wir haben das Buch bereits seit Anfang des Jahres und was soll ich sagen? Ich LIEBE es. Das ganze Buch ist unterteilt nach Monaten und entsprechend werden jahreszeitlich passende Bastel-/Back- und Kochideen präsentiert. Die Projekte sind alle leicht nachzumachen und meist hat man fast alles was man braucht entweder Zuhause oder es findet sich draußen. Auch kleinere Kindern ab zwei bis drei Jahren, haben mit Hilfe der Eltern sicherlich Spaß an den Bastelideen und am gemeinsamen Backen sowieso. Mein Großer jedenfalls findet es toll, wenn wir zusammen etwas aus dem Buch aussuchen und los legen.

Alle denen wie mir manchmal die richtige Idee fehlt, finden in diesem wundervoll illustrierten Werk vielfältige Anreize und Ideen für das ganze Jahr und von jedem umsetzbar. Schleckermäuler & Dreckspatzen ist ein Buch, dass ich aus vollem Herzen weiterempfehlen und hier Zuhause nicht mehr missen möchte.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ein ganz normaler Tag

"Mama, ich muss Pipi.". Das sind die Worte, mit denen ich fast jeden Morgen endgültig geweckt werden. Ungefähr eine Stunde vorher hat mich der Kleine schon zum ersten Mal geweckt, indem er sich mit voller Wucht in meine Arme geworfen hat. Küssen, Kuscheln, Schnuller reichen, weiterdösen. Kurz darauf kommt der Große mit "Mama, ich will zu dir." unter meine Decke gekrabbelt. So liege ich dann da, in jedem Arm ein bettwarmes, kuschliges, geliebtes Kind und hoffe, dass ich nochmal einschlafe. Klappt meistens auch so halb, bis der Große dann eben merkt, dass er jetzt doch zur Toilette muss, was er Morgens auf keinen Fall alleine kann. Also raffen wir uns auf und schlurfen ins Bad - natürlich mit dem kleinen Bruder auf dem Arm, der muss schließlich auch überall und immer dabei sein. Danach kuscheln wir uns meistens nochmal unter die noch warme Bettdecke, bis wir alle richtig wach sind und die Forderung nach der morgendlichen Milch lauter wird. Meistens ist es dann so 8 Uhr.

Wir stehen also auf, gehen gemeinsam runter, ich mache Milch warm, verteile den ritualisierten Morgen-Keks (Ernährungsphysiologische Einwände hier bitte für sich behalten, Danke.) und wir gehen wieder hoch. Jetzt beginnt einer der für mich schönsten Teile des Tages - die Kinder spielen mit den Spielsachen, die sie seit dem Zubettgehen am Vorabend schmerzlich vermisst haben und mein erster Weg führt meistens in den Waschraum direkt neben dem Kinderzimmer (zu viel Wäsche, einfach viel zu viel Wäsche!) und anschließlich ins Bad. An guten Tagen schalte ich dann das Radio an während ein tolles Lied läuft, gehe duschen und mache mich in Ruhe fertig, während die Kinder glücklich und einträchtig spielen. An schlechten normalen Tagen gibts das erste Gezank noch während ich mit der Wäsche beschäftigt bin, spätestens wenn ich unter der Dusche stehe oder gerade tropfnass davor. Aber hey, so ist das eben mit zwei kleinen Kindern im Alter von 3 und 1,5 Jahren Zuhause und Streit schlichten/ablenken gehört zu den Königsdisziplinen. Notgedrungen.

Wenn ich fertig bin hat der Kleine meistens die Windel voll ("Krakra! Da Krakra einer. Krakra Titi da!", ihr versteht) und wird gewickelt und umgezogen. Dann ist noch Zeit für ein, zwei Bücher (gerne auch fünfmal das Gleiche) oder ich spiele ein bisschen mit bei Lego, Puzzle, Malen, Müllauto oder Koffer durch die Gegen ziehen - fragt nicht. Danach sträubt sich der Große meist immernoch gegen das Anziehen, lässt sich aber mit der Aussicht auf Frühstück und Aussuchen der Klamotten für den Tag ("Darf ich heute den Tigerpulli anziehen? Is heute dafür kalt genug?") locken. Sofern ich an dieser Stelle nicht das Zähne putzen vergesse (*räusper*), gehen wir dann runter zum Frühstück. Es ist jetzt ungefähr 9:30 Uhr.

Unten decken wir gemeinsam den Tisch: Der Große macht Toast, während der Kleine Besteck oder Frühstückskram zum Tisch schleppt. Ich mache mir endlich endlich eine Tasse Kaffee und ich schmiere so schnell ich kann ein Toast für den vermeintlich halb verhungerten kleinen Sohnemann, der alles ungeduldig jammernd mit "Meina! Meina! Da, da, ich, ich, meina!" kommentiert um sicher zu stellen, dass ich bloß erst sein Brot mache und dann das des großen Bruders. Der hat aber sowieso eine Engelsgeduld was die Versorgung mit Nahrung angeht, daher besteht da nicht so der Grund zur Sorge. Wenn alle Kinder versorgt sind, esse ich. Meistens ist das erste Kind fertig, wenn ich ein halbes Brot gegessen habe und ich frage mich mal wieder halb ernsthaft, wann die Kinder wohl mal bei mir sitzen bleiben, bis ich auch fertig bin. Natürlich noch nicht jetzt, schon ok, geht spielen. Das ist der Moment an dem ich mein Smartphone an schmeiße und eine Runde in der digitalen Welt drehe, während ich in Ruhe zu Ende frühstücke oder zwischendurch immer wieder aufspringe, um Situationen zu entschärfen.

Was die Streiterei angeht muss man aber auch wirklich dazu sagen, dass meine beiden Jungs einfach IMMER ALLES zusammen machen. Wenn der eine mit den Siku-Autos spielt, geht der andere dazu. Erst klappt das problemlos, bis einer dem anderen ein Auto weg schnappt/an der falschen Stelle fährt/den Weg des anderen kreuzt. Spielt einer dann mit der Holzeisenbahn, dauert es keine zwei Minuten, bis der andere dazu kommt und mitspielt. So geht das den ganzen Tag, was ich einerseits wirklich toll finde, weil sie offensichtlich sehr aneinander hängen und das gemeinsame Spiel wollen, andererseits birgt das aber natürlich gerade bei so kleinen Kinder auch unheimlich viel Konfliktpotenzial. Aber wie schon erwähnt - das ist hier unser Alltag und mittlerweile habe ich es ganz gut drauf, die Situationen zu entschärfen oder eben eine Alternative vorzuschlagen. Hinzu kommt, dass die beiden es auch immer häufiger selbst schaffen, ein Problem zu lösen ohne dass es sich weiter zuspitzt. Schlimmstenfalls endet es übrigens immer damit, dass sie anfangen zu rangeln, der Große den Kleinen weg schubst und dieser dann theatralisch schreiend liegen bleibt. Richtig schlimm wird es also so oder so nicht.

Nach dem Frühstück (10 Uhr/10:30 Uhr) gehen wir eigentlich immer raus, sofern es nicht wie in den letzten Tagen Katzen und Hunde regnet, wir einkaufen fahren müssen oder ich Haushalt zu machen habe. Steht die lästige Hausarbeit an, schmeiße ich den Staubsauger an und drehe eine Runde durchs Untergeschoss - das Obergeschoss wird tunlichst ignoriert und nur einmal in der Woche gesaugt (*flöt*). Die Kinder spielen währenddesssen weiter, "helfen" mir oder packen zu meinem entsetzen die Knete aus (mein persönliches Trauma!). Wenn wir drinnen bleiben lesen wir, spielen zusammen was sich eben so ergibt bzw. schaue ich den Kindern zu und werde so unweigerlich involviert oder wir *schauder* kneten. Meistens ist der Vormittag dann schon fast vorbei und der Kleine wird zwischen 11 und 12 Uhr wieder müde. Das Kind schläft aus Gründen die ich hier nicht näher erläutern möchte, fast immer auf meinem Arm beim Inhalieren oder beim Stillen ein, während ich dem Großen parallel gefühlte Tausend "Ich habe einen Freund der ist ..."-Pixi-Bücher vorlese.

Wenn der Kleine dann oben im Bett liegt, mache ich mit dem Igelchen irgendwas für ihn allein. Seit neuestem steht er total auf Gesellschaftsspiele und wir spielen mehrfach Äpfelchen, Schneckenrennen, Memo und Domino durch. Der Weihnachtsmann wird hoffentlich ein bisschen Abwechslung für uns mitbringen. Oft basteln wir auch, malen mit Wasserfarbe oder Fingerfarbe oder - persönliches Highlight bei groß und klein - backen. Manchmal putzen wir auch gemeinsam, falls das mal wieder ansteht. Heute haben wir das erste Mal mit dem Kleinen zusammen gebacken und das hat so toll geklappt, dass ich die Backeinheiten jetzt wohl generell auf den Vormittag oder Nachmittag verlegen werde.

Den Mittagsschlaf erklärt der Junior nach ungefähr ein oder zwei Stunden (also ca. 13-14 Uhr) für beendet und nach dem "Mittagessen" (wir kochen Abends) in Form von Frühstücksresten (ich stelle das immer in den Kühlschrank, weil ich die Wegwerferei von halb angeknabberten Broten leid war und es gibt erst was anderes zu essen, wenn das Frühstück gegessen ist) Joghurt, Obst, Fruchtmus oder ähnlichem, gehen wir jetzt aber wirklich spätestens raus. Oft unternehmen wir Nachmittags auch was: Fahren auf den Spielplatz, gehen zum Kinderturnen, Dienstags Müllabfuhr, treffen Freunde oder nehmen sonstige Termine wahr - irgendwas ist ja immer.

Während des ganzen Tages wurde ich schon hundert mal gefragt, wann denn der Papa kommt ("Hat der Papa heute lang? Kommt der wenn das Äffchen wach ist? Kommt der wenn das Äffchen noch schläft? Ist der Papa da, wenn wir wieder kommen? Kommt der Papa wenn die Müllabfuhr da war?") oder der Kleine zeigt immer wieder auf Papas Stuhl/den Parkplatz des Autos und erklärt "Papa albei! Papa da albei.". Irgendwann kommt er dann endlich nach Hause und wir gestalten den Rest des Tages gemeinsam.

An langen Tagen kommt der Papa übrigens um 16:30 Uhr nach Hause, an kurzen je nach aktuellem Stundenplan wesentlich früher. So oder so bin ich immer wieder dankbar dafür, dass mein Mann Lehrer ist und tatsächlich viel mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen kann, also andere "normale" Arbeitnehmer, die nicht selten erst um 19 Uhr oder später Zuhause eintrudeln. War bei mir ja nichts anderes, als ich noch Vollzeit gearbeitet habe. Trotzdem wird (und wurde vorher auch von mir) immer wieder unterschätzt, wie viel Arbeit ein Lehrer noch Zuhause erledigen muss. So oder so ist es aber schon ein Vorteil, sich die Heimarbeitszeit meist frei einteilen zu können, wenn das auch manchmal bedeutet, dass mein Mann und ich uns nicht mehr wirklich sehen, sobald die Kinder schlafen. Aber man kann eben nicht alles haben und es gibt ja auch Phasen, wo wirklich mal gar nichts los ist und er weder nach der Arbeit noch zur Schlafenszeit der Kinder noch was machen muss.

Dankbar bin ich auch dafür, dass unser Alltag so unglaublich entschleunigt ist und wir ganz in Ruhe unser Leben leben. Ich weiß das ist ein Privileg, wenn das auch nicht für jeden was wäre. Kein Wecker klingelt, es gibt kein hektisches auf die Uhr schauen und die Kinder zu Eile antreiben, keine Kita-Bring-/Abholzeiten, kein Frühstück das noch schnell rein muss oder Brotdosen die fertig sein müssen, keine festen Verpflichtungen. Wir machen worauf wir Lust haben und gestalten jeden Tag nach unseren Vorstellungen. Für meine Kinder ist es selbstverständlich, dass sie sich immer wieder selbst bzw. miteinander beschäftigen und ich eben auch andere Dinge nebenher mache und sie nicht den ganzen Tag bespaßt werden, obwohl mein Leben, mein Alltag natürlich total auf die Kinder ausgerichtet ist und ich immer Zeit für sie habe.

Obwohl das alles jetzt sehr nach rosa Zuckerwölkchen klingt, ist es manchmal leider nicht ganz so harmonisch bzw. viel fordernder, als es sich gerade anhört. Aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr - jetzt gebe ich mich noch der Erinnerung an diesen heute rundum schönen Tag hin und freu mich schon darauf, morgen wieder mit meinen Jungs im Arm aufzuwachen.
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