Dienstag, 19. August 2014

17 Monate Äffchen

Mein kleiner Sonnenschein, das letzte Mal habe ich hier geschrieben, also du gerade mal 13 Monate alt warst. Unglaublich viel ist seither mit dir geschehen.

Natürlich hast du körperlich einen großen Schuss gemacht, auch wenn ich keine Idee habe, wie groß du gerade tatsächlich bist. Aber gerade geistig hast du dich so sehr entwickelt. Du bist jetzt in dem Alter, wo du nahezu alles verstehst, was wir sagen, auch wenn du kaum sprechen kannst. Dein erstes Wort (nach Mama und Papa) war "Trakta" - Traktor, wobei das mittlerweile auch für Bagger, Müllauto, Kipper und ähnlich Baustellenfahrzeuge steht. Darüber hinaus sagst du "Nei" (Nein), "Am" (Dran machen, Anhänger), "Wa Wa" (Hund), "Brrrrr" (Pferd), "Tete" (deine Version vom Namen deines großen Bruders), "Ei" (Ich, Meins, für mich) und "Aja" (alle, leer).

Verständigungsprobleme haben wir trotzdem nicht, denn du kannst - sagen wir es mal freundlich - deine Meinung sehr deutlich kund tun. Sagen wir es nochmal direkt: Du bist eine kleine Furie. Es ist unfassbar, wie du ausrasten kannst und was dann aus dem kleinen, sympathischen Strahlemann wird, der du eigentlich bist. Du schmeißt dich auf den Boden, kreischst, brüllst, heulst, strampelst und wenn man dich dann auf den Arm nehmen will, drückst du dich mit aller Macht weg und machst deinen Körper so labberig, dass du einem fast durch die Arme flutschst.

Das geht ungefähr seit drei Monaten so und ich staune immer wieder über deine enorme Willenskraft und deinen Sturkopf. Doch genauso schnell, wie die Sturmfront aufzieht, verschwindet sie auch wieder und von einer auf die andere Sekunde lachst du wieder los. So wickelst du uns ständig um den Finger, sodass man trotz deiner beachtlichen Wutanfälle im nächsten Moment schon wieder mit lachen muss. Selbst dein großer Bruder lässt sich mittlerweile von deinem Gehabe beeindrucken und gewährt dir häufiger deinen Willen. Gut, man muss auch sagen, dass er oft genug der Grund ist, dass du überhaupt ausflippst, weil er dir z. B. mal wieder ein Spielzeug weg genommen hat.

Abseits deiner Jekyll-Hyde-Momente, bist du noch immer der gut gelaunte Sonnenschein, der du immer warst. Du stahlst immer zurück, wenn man dich anlächelt. Du verteilst großzügig feuchte Küsse und bist unglaublich schmusebedürftig. Du steigst auf jeden Blödsinn deines großen Bruders ein und machst alles, aber wirklich alles mit und nach oder versuchst es zumindest. Inklusive herunter springen aus egal welcher Höhe... wie oft ich dich schon in letzter Sekunde aufgefangen habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Du bist den ganzen Tag in Bewegung - tatsächlich läufst du fast immer wie ein aufgezogenes Duracell-Hässchen durch die Gegend. Wenn du nicht rennst, fährst du mit irgendwas durch die Gegend - drinnen mit Bobbycar oder Biene, draußen stürzt du dich sofort auf Bobbycar oder Wutsch und donnerst los. Was ein Glück, dass wir in einer Sackgasse wohnen, sonst wärst du vermutlich längst unter die Räder geraten. Mit deinen Fahrzeugen kommst du deinem Bruder locker hinterher und scheinst nie müde zu werden. Am liebsten bretterst du die Auffahrten der Nachbarn rauf und runter - Hauptsache es geht steil bergab. Mein kleiner Bruchpilot.

Wer so viel Energie verbraucht, muss irgendwann auch mal Kraft tanken. Meist wirst du Vormittags schon gegen 11 Uhr müde. Wenn ich dich frage, ob du in die Heia willst, kommst du meist sofort zu mir gelaufen, winkst deinem Brüderchen (den ich vorsorglich mit ausreichend Nahrung versorge), zeigst nach oben und beginnst nervös an meinem Shirt herum zu nesteln. Denn auch mit fast Eineinhalb stillen wir immer noch zum Einschlafen Mittags und Abends. Das sind die Momente, wo du wirklich ganz still liegst, zur Ruhe kommst und einfach nur genießt. Ich genieße diese ganz persönlichen Momente nur mit dir und für dich allein mindestens genauso. Denn häufig kommst du im Alltag gefühlt ein bisschen zu kurz, neben deinem Bruder der klar und deutlich sagt was er machen, essen, haben will und der so die Marschrichtung vorgibt. Du gehst mit, keine Frage, aber manchmal denke ich eben, dass du ja auch gar keine Wahl hast und einfach mitgezogen wirst. Eigentlich ist gerade dass das Schöne, im Leben mit mehr als einem Kind, trotzdem fühlt es sich eben manchmal so an, als würden wir nicht genug Rücksicht auf deine Wünsche oder Bedürfnisse nehmen. Da fühlt es sich umso besser an, dir zumindest beim Stillen volle Aufmerksamkeit zu schenken und nur für dich da zu sein.

Trotz allem vergötterst du deinen großen Bruder und mittlerweile umarmt und kuschelt ihr auch von ganz alleine miteinander. Das Igelchen sagt dir auch, dass er dich lieb hat, so wie heute Morgen, als er dich umarmt und dir ein "Ich hat dich lieb, kleiner Mann!" zu flüsterte. Das war ein unglaublich schöner Moment und ich hoffe dass du das weißt, auch wenn er dich manchmal von sich weist und Momente für sich alleine braucht. Das ist das harte Los, der kleinen Geschwister... glaub mir, Mama als kleine Schwester kennt das nur zu gut und ich weiß genau, wie du dich in diesen Momenten fühlst oder später fühlen wirst, denn jetzt bist du natürlich noch zu klein, um das emotional wirklich erfassen zu können. Du willst einfach nur immer bei allem dabei sein und machen, was das Igelchen macht. Meistens geht dein Plan auch auf und ihr beschäftigt euch lange und ausdauernd miteinander bzw. mit den gleichen Spielsachen. Ich sehe eure Geschwisterbeziehung besser und besser werden und erfreue mich täglich daran, dass ihr trotz aller Verschiedenheit doch viel aneinander habt.

Engelchen, du bist und bleibst mein kleiner Sonnenschein. Das bist du wirklich. Du bist absolut bezaubernd, anschmiegsam, liebevoll, charmant, offenherzig und aufgeschlossen. Alles und jeden wickelst du um den Finger, mit deinem strahlenden Lächeln und deinen blonden Haaren und blauen Augen. Du bist ein echter Schelm, der Blödsinn ausheckt und immer damit durch kommt. Man muss dich einfach lieben, küssen, umarmen, drücken und auf Händen tragen.

Du bereicherst jeden Tag, jeden Moment und triffst mich mitten ins Herz. Süßer, ich werde immer für dich da sein und versuchen auf dich aufzupassen. Ich kann und will dich nicht vor blauen Flecken bewahren, aber ich werde dir eine Hand reichen, wenn du sie willst und dir wieder aufstehen helfen. Ich liebe dich abgöttisch, mein kleiner Schatz und daran wird sich niemals etwas ändern.

Sonntag, 17. August 2014

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Seit ungefähr einer Woche ist es nun offiziell - mein Mann hat auf seine Bewerbung an der Mosel eine Absage bekommen.

Diesen Schlag mussten wir erst einmal verdauen, denn wie wir im Moment der Absage merkten, haben wir uns wohl doch mehr Hoffnung gemacht, als wir uns im Vorfeld eingestanden haben. An dem Tag hat mich die Absage wirklich sehr runter gezogen und ich musste ständig gegen die Tränen und die Hoffnungslosigkeit kämpfen. Plötzlich erschien mir die Möglichkeit, dass diese ganze Umzugs-neuer-Job-Sache jemals klappt, so unglaublich weit weg. Ich habe einfach ein paar Tage gebraucht, um wieder neuen Mut zu fassen.

Sehr dabei geholfen hat mir das Gespräch, dass mein Mann dieser Tage noch mit der zuständigen Dezernentin geführt hat. Sie ist diejenige, die im Prinzip entscheidet, wer den Job bekommt. Das Gespräch war durchweg positiv, auch wenn es dieses Mal leider nicht geklappt hat. Sie hofft, dass er sich weiter bewirbt und hat ihm auch schon ein paar passende Stellen genannt, die in den nächsten Monaten ausgeschrieben werden.

Wir werden es also weiter versuchen und hoffen, dass wir in naher Zukunft Glück haben, eine passende Stelle finden und letztlich doch noch den erhofften Weg gehen.

Ich möchte mich für die vielen lieben Kommentare, gedrückten Daumen und guten Wünsche bedanken! Manchmal strömt einem so viel Liebe und Sympathie aus diesem anonymen Internet-Ding entgegen, dass ist einfach großartig.

Mittwoch, 13. August 2014

3 Jahre Igelchen

Es ist der 14. August 2014 und damit dein dritter Geburtstag. Es ist 0:06 Uhr und ich liege zwischen euch, meinen schlafenden Kindern, aber ich finde noch keine Ruhe. Nur euer gleichmäßiges Atmen ist zu hören und der tiefe Friede, den nur schlafende Kinder verströmen, ist fast greifbar. Ich atme den Moment tief ein und denke zurück.

Vor genau drei Jahren lag ich im Geburtshaus in der Badewanne und veratmete Wehe um Wehe. Papa hielt meine Hände, stütze mich, sprach mir Mut zu und versuchte so gut es ging mich zu unterstützen. Ich hatte mir das vorher ja schon irgendwie alles anders vorgestellt, hatte gedacht, dass das unmöglich so weh tun konnte, wie es im Fernsehen aussah. Natürlich hatte ich keine Ahnung. Trotz der Schmerzen hatten wir eine wunderschöne Geburt und ich werde niemals den Moment vergessen, als wir beide es endlich geschafft hatten und du müde in meinen Armen lagst. Du warst so wunderschön, mit deiner kleinen Stubsnase und deinen braunen Wuschelhaaren, so unfassbar winzig, so perfekt und dein Duft hat mich von einer auf die andere Sekunde umhüllt und mich für immer an dich gebunden. Um 1:36 Uhr wurdest du geboren und hast unser Leben seither völlig auf den Kopf gestellt.

Von dem hilflosen, schutzbedürftigen Baby ist nicht mehr so viel übrig geblieben. Ab und an kommt es noch durch, wenn du dir weh getan hast, Angst hast oder müde bist. Diese raren Momente lassen dich wieder ganz klein werden und zeigen, wie sehr du uns eben doch noch brauchst.

Trotzdem bist du so schon so unfassbar groß geworden. Du bringst den Nachbarn alleine die ausgeliehene Eier zurück, versorgst dich selbständig mit Essen und Trinken, hilfst Tisch decken und die Käseplatte hübsch anrichten ("Wir sollen das aber so hübsch machen!"), backst nahezu allein einen Kuchen. springst von den höchsten Mauern (du suchst gerade ganz bewusst die körperliche Herausforderung), fragst mir RIESIGE Löcher in den Bauch, bist tagsüber komplett trocken und bist meistens der tollste große Bruder, den man sich vorstellen kann. Mit deinem Brüderchen machst du jeden Mist mit und wenn ihr doch mal streitet, finden wir gemeinsam fast immer einen Weg aus der Krise, ohne hauen oder schubsen. Und wenn doch mal die Pferde mit dir durch gehen, entschuldigst du dich danach dafür, wenn auch nicht immer freiwillig. Du bist zuverlässig, besonnen und kannst ziemlich clever argumentieren - manchmal stichhaltiger als mir lieb ist.

Du bist so ein wunderbarer kleiner Mensch und ich genieße es sehr, dich immer um mich zu haben. Gerade hast du wieder häufiger schwierige Momente und kleine Ausraster, wenn etwas nicht so läuft wie du möchtest, aber wenn ich ruhig bleibe und abwarte, bist du nach wie vor sinnvollen Argumenten total zugänglich und deine Wut verraucht so schnell wie sie gekommen ist. Natürlich habe ich auch Tage, an denen ich nicht so ruhig bleiben kann und dann tut es mir jedes Mal leid, dass ich nicht stark genug für dich sein konnte. Du weißt, dass ich leider auch allzu schnell in die Luft gehen kann, aber auch ich entschuldige mich dafür bei dir und so denke und hoffe ich, dass wir beide sicher durch diese Stürme segeln.

Mein Großer, ich kann kaum glauben, wie schnell die letzten drei Jahre vergangen sind. Drei Jahre sind wir nun deine Eltern und stehen damit täglich vor neuen Herausforderungen, die wir mal gut und mal schlecht meistern, aber immer gemeinsam. Vor drei Jahren begannen die schlaflosen Nächte, das permanent schlechte Gewissen, dass nur Mütter kennen und die quälenden Sorgen, die nur Eltern kennen. Ich möchte nichts davon missen.

Seit drei Jahren erfüllst du unser Haus mit Lachen, Leben und Freude. Vor drei Jahren ist mein Herz ein riesiges Stück gewachsen und hat einer so tiefen, aufrichtigen Liebe Raum geschaffen, von der ich nicht dachte, dass sie existiert. Seit drei Jahren, bin ich so glücklich wie nie zuvor in meinem Leben.

Mein Hase, ich liebe dich so sehr, wie du es wahrscheinlich erst verstehen wirst, wenn du selbst eines Tages neben dem Bett deines schlafenden Kindes sitzen und es gedankenversunken anhimmeln wirst. Du bist das größte Geschenk, dass mir das Leben machen konnte, denn du hast mich zu dem gemacht, was ich heute und für immer bin, deine Mama.

Schlaf gut, mein Schatz. Wenn du aufwachst, wartet dein Geburtstag schon auf dich. Und du weißt ja: "Heute kann es regnen, stürmen oder schneien,..."

Happy Birthday.

Dienstag, 12. August 2014

12 von 12 - August 2014

Heute ist wieder der 12. und endlich kann ich wieder mitmachen. Letzten Monat musste ich aussetzen, weil wir im Urlaub waren... unglaublich, dass das jetzt auch schon wieder einen Monat her sein soll. Gerade rast die Zeit an mir vorbei. Kann natürlich auch daran liegen, dass wir noch im Sommerferien-Modus sind und beinahe jeden Tag was schönes unternehmen.

Wiedemauchsei. Hier meine zwölf Bilder des heutigen Tages. Viel Spaß. 

Mehr davon wie immer bei Frau Kännchen.


Guten Morgen! Erstmal die Katzen raus lassen... ist natürlich Chefsache.



"Schuhe anziehen, Kinder!" Irgendwas hat der Kleine da missverstanden...



Während der Große seiner Expermientierfreude fröhnt.



Im Auto durch Zufall die schockierende Nachricht gehört. Manchmal trifft mich sowas sehr, wie eben heute im Fall von Robin Williams. Ein großartiger Schauspieler und Komiker. Einer meiner liebsten. Ruhe in Frieden.



Wieder Zuhause erwarteten wir sehnsüchtig unsere neuen Fahrräder - WIR! Mal was für Mama und Papa, nicht für die Kinder. Naja, natürlich dürfen die dann auch mitfahren. :)



Die Herren musste natürlich sofort eine Proberunde drehen.



Mit Herz gestärkt.



Spannendes Himmelsspiel heute. Hier gaben sich Sonne und Regen die Klinke in die Hand.



So, jetzt aber nochmal alle zusammen! Ich bin dann auch noch hinterher gefahren. 



Voller Körpereinsatz. Wie immer. 



Neueste Leidenschaft - Spitzen.



Erbsen aufspießen ist wirklich eine Herausforderung.

Sonntag, 27. Juli 2014

Geschenkideen zum 3. Geburtstag


Der dritte Geburtstag meines Großen steht vor der Tür und seit geraumer Zeit zerbrechen wir uns den Kopf über passende Geschenke. Es geht ja nicht nur um das, was man selbst dem Kind schenken möchte, denn Freunde und Familie sind ebenfalls dankbar für einen Hinweis. 

Mein Kind wünscht sich auf Nachfrage immer Kuchen mit Smarties. Den soll er haben. Bücher stehen übrigens immer ganz oben auf unserer Wunschliste, darüber hinaus möchte ich aber gerne unsere liebsten Geschenkideen mit euch teilen, vielleicht dienen sie dem ein oder anderen als Inspiration. 


Kinder wollen immer mithelfen. Bei uns dürfen sie das auch "in echt" tun und gerade der Große ist schon erstaunlich geschickt mit dem Akkuschrauber. Trotzdem lasse ich meine Kinder nicht mit dem Hammer durchs Haus rennen oder mit Schraubendreher und Zangen spielen und da bietet sich dieses Spielzeug zur Nachahmung an. Wir haben schon das ein oder andere an Spielzeug-Werkzeug, aber das sind allesamt geerbte Stücke, die langsam in die Knie gehen. Daher wird es Zeit für eine Aufstockung des Bestandes.

Mein Großer ist ein leidenschaftliche Bäcker. Fast jedes Wochenende stehen wir zusammen in der Küche und backen Kuchen, Muffins, Waffeln oder sonst eine Köstlichkeit. Ich selbst hatte als Kind eigene kleine Backformen und durfte mir immer etwas vom fertigen Teig abknapsen, um meinen eigenen Kuchen im Mini-Format zu machen und ich habe es geliebt. Für meinen Großen werden seine eigenen Backformen DAS Highlight seines Geburtstags sein, da bin ich ganz sicher.

Laufrad fährt mein Sohne seit er etwas mehr als 2 Jahre alt war. Er beherrscht das Gerät sicher und fährt sehr verantwortungsvoll und umsichtig. Sein kleines Puky ist aber mittlerweile größentechnisch einfach an seine Grenzen geraten und ist ihm auf maximal eingestellter Höhe eigentlich trotzdem zu klein. Daher wird es Zeit für das große Laufrad, dass er mit Sicherheit nutzen kann, bis er sich ans Fahrradfahren heran wagt. Für ein Fahrrad wäre es bei ihm definitiv noch zu früh, denn er kann noch keine Pedale treten.

Spielzeugautos gehen einfach immer und sind bei beiden Jungs gerade total angesagt. Die beiden spielen täglich mehrfach mit dem gesamten Fuhrpark und die detailgetreuen und stabilen Fahrzeuge von Siku haben es uns besonders angetan. Wir hatten hier wirklich schon viele Modelle anderer Hersteller, aber keine haben die rabiate Behandlung unserer Söhne ausgehalten, außer die Siku-Fahrzeuge. Da zahlen wir gerne den etwas höheren Preis und investieren in anhaltenden Spielspaß.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Warten

Seit 12. Mai 2014 warten wir.

An diesem Tag hatte mein Mann einen Bewerbungstermin auf eine Stelle in meiner Heimat an der Mosel. Eigentlich hatten wir schon drei, vier Wochen danach auf einen Zu- oder Absage gehofft, aber nun warten wir tatsächlich schon seit 10 Wochen.

Von dieser Entscheidung hängt für uns so unglaublich viel ab. Sollte er die Stelle bekommen haben, müsste mein Mann die Stelle bereits nach den Sommerferien antreten, welche in Rheinland-Pfalz Anfang September zu Ende gehen. In der Zeit von jetzt bis dahin müssten wir sämtliche Formalitäten regeln: Unser Haus verkaufen, ein neues Haus oder eine Mietwohnung an der Mosel finden, die vorzeitige Beendigung unseres Kredites regeln und ggf. einen neuen Aufnehmen, den Umzug organisieren und durchführen, sämtlichen Papierkram machen und all die vielen Dinge, die da noch so dran hängen. Dafür hätten wir nach heutigem Stand noch circa sechs bis acht Wochen Zeit.

Im Mai und Juni war ich noch wirklich positiv gestimmt, dachte wir würden bald Bescheid bekommen und könnten alles noch rechtzeitig regeln. Mittlerweile setzt uns die Warterei ganz schön zu, weil wir einfach nichts planen oder in die Wege leiten können, ohne eine Ahnung zu haben, ob und wann wir etwas davon umsetzen können. Wir leben zwischen zwei Welten, weil wir keine langfristige Planung machen können oder wollen. Bei allem, was wir so planen, ist der Nebensatz gleich "...wenn wir dann noch hier sind". Das ist auf Dauer wirklich anstrengend und das Thema beschäftigt einen unbewusst permanent.

Der Zeitpunkt jetzt wäre einfach perfekt. Der Große wird im August drei Jahre alt und käme dann nicht hier sondern an der Mosel in den Kindergarten (wobei das jetzt nochmal so ein separates Thema ist, wahrscheinlich wird er so oder so erst nächstes Jahr dort hin gehen) und würde seine ersten Freunde in der neuen Heimat finden. Alle weiteren Umstände kann man ihm gut erklären. Der Kleine ist noch so klein, dass er das natürlich alles mitbekommen, aber auch sehr schnell überwinden würde.

An manchen Tagen, bin ich sicher, dass mein Mann die Stelle bekommen wird. An anderen kann ich kaum glauben, dass wir so viel Glück haben sollen. Ich bin völlig hin und her gerissen und hoffe, dass die Warterei nun wirklich bald ein Ende hat. Ich will endlich wissen woran ich bin, ob die Sehnsucht nach meiner Heimat, meiner Familie, meinen Freunden bald ein Ende hat, oder ob wir wieder bei Null anfangen müssen, mit einer neuen Bewerbung, wieder mit Wartezeit, wieder mit Ungewissheit.

Warten. Konnte ich noch nie gut. Offizieller Stellenbeginn wäre übrigens der 1. August. So langsam sollte doch dann wirklich mal mit einer Antwort zu rechnen sein.

Freitag, 4. Juli 2014

Ab in den Urlaub

Ihr Lieben, ich weiß es ist ohnehin still geworden hier, aber jetzt wird es noch ein bisschen stiller... Heute haben endlich die lang ersehnten Sommerferien begonnen, die geheiligte Zeit jedes Jahres. Nachdem wir nun fast vier Monate so gut wie gänzlich auf meinen Mann verzichten mussten, werden die Kinder nun jeden Morgen auch ihren Papa sehen, wenn sie aufwachen. Die morgendliche "Is Papa sson weg?"-Frage kann ich mit "Nein, es sind Ferien, Papa ist jetzt ganz lange da!" beantworten.

Morgen Früh verabschieden wir uns für zwei Wochen in die Sonne und sind sehr gespannt, wie so eine dreistündige Flugreise inkl. Anfahrt an den Flughafen und Transfer zum Hotel mit zwei Kleinkindern so laufen wird. So oder so bin ich sicher, dass wir alle froh sein werden, wenn wir angekommen sind. Sonne, der größte Sandkasten der Welt und das Meer erwarten uns - viel mehr braucht man außer den Liebsten um sich herum eh nicht, um eine gute Zeit zu haben.

Die Koffer sind gepackt, die Rucksäcke der Kinder gefüllt mit lauter neuen Kleinigkeiten und viel Essen und wir hoffen auf staufreie Straßen. Euch wünschen wir schöne Ferien, tolle Urlaubstage und einen bombastischen Sommer! Lasst es euch gut gehen.
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