Donnerstag, 23. April 2015

Vorbereitungen auf das dritte Kind - Babybauch 32+2

Offiziell sind es weniger als acht Wochen (waaaaaas?!) bis zur Geburt unseres dritten Kindes. Eine Zeit, in der man für gewöhnlich alle nötigen Vorbereitungen für die Ankunft des neuen Erdenbürgers trifft und sich im sogenannten Nestbau-Modus befindet.

Bei uns ist davon bislang nicht viel zu spüren. Ein Kinderzimmer muss nicht vorbereitet werden, da das Baby sowieso bei mir schlafen wird - entweder im Kinderzimmer mit den Jungs oder mit im Schlafzimmer. Das lassen wir auf uns zukommen. Eine neue Babyschale fürs Auto steht einsatzbereit in der Ecke, denn die habe ich bereits im Februar gekauft (unsere vorherige ist mittlerweile schon älter als fünf Jahre und mir damit einfach nicht mehr sicher genug). Der Laufstall bleibt dieses mal direkt auf dem Dachboden, denn der wurde bei den Jungs schon so gut wie gar nicht bzw. nur als Ablage und Katzen-Schlafplatz genutzt.

Einen meiner ersten Einkäufe fürs Bauchmädchen hatte ich ja bereits gezeigt. Seitdem sind auch ein paar weitere "Mädchensachen" dazu gekommen, allerdings größtenteils aus dem Fundus von Freundinnen und Nachbarinnen, denn ich bin wirklich großer Fan von Second Hand Bekleidung für die Kinder, insbesondere wenn man weiß, wo die Sachen her kommen. Bei dem tollen Einteiler von Boden konnte ich aber dennoch nicht widerstehen und musste zuschlagen. Aber das ein oder andere besondere Stück darf eben auch gerne einziehen, auch wenn man eigentlich schon alles hat. Die Kartons mit den alten Klamotten habe ich zumindest schonmal vom Dachboden geholt und grob vorsortiert, aber gewaschen ist davon noch nichts.

Ansonsten müssen wir eigentlich nur noch einen neuen Hochstuhl anschaffen, aber da ich nach wie vor schwer verliebt in den Stokke Tripp Trapp bin, werden wir auch bei Kind Nr. 3 diesem Modell treu bleiben und die Bestellung ist reine Formsache. Das ist an der Stelle übrigens leider keine Werbung (wir müssen den Stuhl tatsächlich selbst kaufen! :D), aber ein echter Einkaufstipp, denn bei Skandic gibt es den Tripp Trapp fast immer etwas günstiger, als im Geschäft vor Ort oder sonstwo im Netz. Dieses Mal haben wir sogar das tolle Newborn-Set von einer Freundin bekommen, worüber ich mich wirklich unglaublich freue! Ich finde es großartig, dass unser Baby vom ersten Tag an ganz selbstverständlich mit uns am Tisch sein wird und so gleich mittendrin ist im Familienleben.

Ein Name für das Kind wäre noch eine großartige Sache, aber ich fürchte, da werden wir uns ohnehin nicht vor der Geburt einig. Wir werden das denke ich wieder so handhaben wir bei unserem Kleinen und unser Baby erst einmal kennen lernen und uns dann in Ruhe überlegen, wie es heißen soll. Schließlich haben wir nach der Geburt immernoch eine Woche Zeit für die Anmeldung beim Standesamt. Restzweifel bezüglich des Geschlechts gibt es bei uns auch nach wie vor, zumal man beim dritten und letzten Ultraschall letzte Woche vom Geschlecht nichts mehr erkennen konnte. Wir glauben das mit dem Mädchen erst dann, wenn wir es live sehen.

Was braucht ein Baby eigentlich wirklich? Meiner Erfahrung nach in den ersten Wochen nichts außer Liebe, Nähe und Geborgenheit. Gut, ein paar Wechselklamotten und Windeln sind schon von Vorteil, aber ansonsten kann man doch alles getrost auf sich zukommen lassen. Unverzichtbar für mich ist mein Tragetuch und sicher auch der Kinderwagen als Ablagemöglichkeit für Draußen, wenn das Baby schläft und wir mit den Jungs im Garten sind.

Ansonsten habe ich mir vorgenommen, mir und auch meinem dritten Kind so lange wie möglich ein richtiges Wochenbett zu gönnen und tatsächlich möglichst zum Stillen, Kuscheln und Ausruhen im Bett zu bleiben, ohne mich zu sehr aus dem Familienalltag heraus zu ziehen. So ein bisschen kommt es auch darauf an, wann genau unser Baby zur Welt kommen wird, denn je nachdem muss mein Mann kurz nach der Geburt noch für eine Woche auf Klassenfahrt und meine beste (von den Kindern heiß geliebte) Freundin wird für diesen Zeitraum hier sein. Dann werde ich mich aber sicherlich nicht ins Bett legen und ihr die Kinder die ganze Zeit allein überlassen, womit ich ja beim Papa keine Probleme hätte, hihi. Aber auch das werden wir auf uns zukommen lassen und sehen, wie es sich für jedes Familienmitglied am besten anfühlt.

Hach, was freue ich mich auf dieses Mini-Menschlein!

Samstag, 18. April 2015

Der Geburtsvorbereitungskurs - Babybauch 31+2

 

Ich bin nun zum dritten Mal schwanger und gerade ist mein dritter Geburtsvorbereitungskurs zuende gegangen. 

Beim ersten Kind haben wir noch artig einen Paarkurs gemacht (da bekommt man die Männer ja noch ganz gut dazu überredet... :D) und dort natürlich auch wirklich viel Neues erfahren. Ich hatte mich vorher nie groß mit Schwangerschaft und Geburt geschweige denn dem Eltern-werden auseinander gesetzt und fühlte mich durch den Kurs wirklich toll unterstützt und gut vorbereitet. Die Hebamme, die den Kurs leitete, war sehr erfahren und strahlte diese wundervolle Ruhe aus, die manche Menschen einfach inne haben. Ich glaube alleine dadurch fühlte ich mich wohl und sah der Geburt (im Geburtshaus) freudig und gelassen entgegen.

Der zweite Kurs war ein reiner Frauenkurs. Meinen Mann hätte ich kein zweites Mal überreden können und da wir ja ohnehin keine Betreuungsmöglichkeit hier vor Ort haben, kam ein gemeinsamer Kurs am Abend sowieso nicht in Frage. Ich freute mich sehr auf diesen Vorbereitungskurs, denn er bedeutete für mich vor allem einen Abend nur für mich und mein Baby. Die zweite Schwangerschaft läuft ja ohnehin schon wesentlich mehr nebenbei und so hatte ich wenigstens einen Abend in der Woche einen Termin, wo ich wirklich nur an dieses Baby in meinem Bauch dachte und mich auf die Geburt dieses Kindes einstimmte. Neues zur Geburt hörte ich hier natürlich nicht mehr wirklich, aber auch den Austausch mit den anderen Frauen fand ich sehr wertvoll, schließlich war ja auch die ein oder andere im Kurs, die schon mehr als ein Kind hatte. Aber auch mit den Erstgebärenden waren die Gespräche toll und ich freute mich, dass ich von meiner unkomplizierten und schönen Geburt im Geburtshaus erzählen und damit einigen vielleicht auch ein paar Ängste nehmen konnte. Der Umgang miteinander war sehr positiv und wir alle tauschten am Ende Nummern aus und sind teilweise bis heute miteinander in Kontakt.

Für mich stand also auch in dieser Schwangerschaft fest, dass ich wieder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen möchte und wieder einen Frauenkurs. Erneut wollte ich diesen Kurs vor allem für mich und mein Baby, damit wir einen exklusiven Abend für uns haben und eben um mich auch mal mit meiner dritten Geburt auseinander zu setzen. Der Kurs endete diese Woche und mein Fazit fällt dieses mal weniger positiv aus. 

Leider war ich die einzige Frau, die nicht das erste Kind erwartete und damit fiel der für mich interessante Erfahrungsaustausch zum Geburtserlebnis weg. Auch die Frauen an sich waren in dieser Runde einfach nicht so offen und kommunikativ wie bei den letzten Malen. Vor allem aber habe ich erlebt, dass so ein Kurs wirklich mit der Kursleitung steht und fällt. Die Hebamme hatte noch nicht viel Erfahrung und wir waren erst ihr zweiter oder dritter eigenständig geleiteter Geburtsvorbereitungskurs. Das hat man vor allem daran gemerkt, dass sie einfach kein rechtes Konzept hatte und der sogenannte "Rote Faden" fehlte. Sie sprang vom einen Thema zum anderen und schweifte mit ihren Gedanken und Erzählungen immer wieder derart ab, dass man kaum folgen konnte. 

Am gravierendsten fand ich aber, dass sie in meinen Augen viele Dinge sehr negativ darstellte und unheimlich oft darüber sprach, was alles schlecht laufen kann. So fragte z. B. eine Frau, ob es denn stimme, das jede Frau stillen könne. Daraufhin sagte sie etwas wie "Ja, wenn sie die nötige Unterstützung und Hilfe hat und ihre Hebamme ihr immer zur Seite steht, z. B. bei einem Milchstau,..." - da kann man doch auch positiver antworten und nicht gleich ausführen, was alles schief gehen kann. Ich selbst konnte tatsächlich einfach so stillen, ohne das ich jemals irgendwelche Probleme hatte. Auch wenn es vielleicht vielen Frauen anders geht, ist es doch theoretisch möglich, dass das Stillen ganz wunderbar funktioniert, auch ohne große Intervention von außen. Klar, es ist auch wichtig zu vermitteln, dass nicht immer alles eitel Sonnenschein ist und über mögliche Komplikationen aufzuklären, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass so ein Kurs die Frauen vor allem positiv auf das ihnen bevorstehende (einzigartige, großartige, weltbildverändernde!) Geburtserlebnis und die teilweise holprige Anfangszeit mit ihrem neugeborenen Baby einstimmen und ihnen wenn möglich Ängste nehmen und nicht neue schüren sollte. Schon am zweiten Kursabend habe ich der Hebamme das auch - unter vier Augen nach dem Kurs - gesagt, aber so wirklich verändert hat das nichts. 

Ich persönlich finde das unheimlich schade, vor allem für die anderen Frauen im Kurs, die nun in meinen Augen nicht unbedingt freudig ihrer Geburt entgegen sehen. Sogar ich hatte an einigen Themen ganz schön zu knabbern und hatte tatsächlich noch gestern einen Tag, an dem ich dachte mit meinem Baby stimmt was nicht, einfach weil wir am Vortag im Kurs darüber gesprochen hatten, ob man es nun spürt wenn das Baby im Bauch verstirbt oder nicht. Ganz ehrlich, das will ich eigentlich gar nicht wissen... ändern könnte ich es sowieso nicht und es lenkt meine Gedanken und Gefühle einfach nur in eine falsche Bahn. Und wenn das sogar mich beim dritten Kind nicht unberührt lässt, wie geht es da erst Frauen, die das alles zum ersten Mal erleben?

Trotzdem würde ich wohl jedes Mal wieder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen, egal beim wievielten Kind. Auch für neue Kontakte zu anderen Müttern ist so ein Kurs eigentlich eine tolle Sache, aber vor allem befasst man sich dann wenigstens für ein paar Stunden doch noch einmal intensiver mit dem Menschlein in seinem Bauch, als man es im Alltag (insbesondere mit zwei kleinen Rabauken) in der Regel tut. 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und auch mehr als einen Kurs besucht? Und würdet ihr wieder einen machen? 

Mittwoch, 15. April 2015

Große Veränderungen

Wer diesen Blog schon länger liest weiß, dass mich seit letztem Jahr das Heimweh plagt und wir seitdem versuchen, für meinen Mann eine Stelle in meiner Heimat zu finden. Für ihn als Lehrer ist es ja nicht ganz so einfach, die Stelle, geschweige denn das Bundesland zu wechseln, aber wir haben es über eine Beförderungsstelle (ich möchte das Ganze Lehrer-Beamten-Job-Gedöns jetzt nicht genauer ausführen, das ist so unglaublich kompliziert) nun dreimal versucht. Was soll ich sagen - jetzt hat es geklappt. In der Woche vor Ostern haben wir den positiven Bescheid bekommen und offiziell hat er ab 01.08.2015 seine neue Stelle in Rheinland-Pfalz. Boom.

Ich freue mich wahnsinnig, bin aber auch ein wenig durcheinander und glaube irgendwie noch nicht so ganz, dass das nun wirklich geklappt hat und wir ab diesem Sommer in meiner Heimat sind und dort als dann fünfköpfige Familie leben. Die Sommerferien beginnen hier in Nordrhein-Westfalen dieses Jahr bereits Ende Juni und Anfang September sind sie in Rheinland-Pfalz vorbei. Das bedeutet für meinen Mann zehn Wochen Sommerferien und für uns ein wenig Zeitgewinn, um die vielen Dinge zu regeln, die jetzt auf uns zu kommen.

Erst einmal bekommen wir ja (so ganz nebenbei...) im Juni ein Baby. Ich bin so unglaublich dankbar dafür, dass unser Kind noch hier zur Welt kommen kann und wir damit wieder ins Geburtshaus gehen können, denn an der Mosel ist die Wahlfreiheit bei der Geburt faktisch aufgehoben, da es weder ein Geburtshaus gibt, noch eine Hebamme, die eine Hausgeburt durchführen würde. Wenn unser Baby da ist, wollen wir uns mit unserem neuen Familienmitglied erstmal ein bisschen einleben und die magischen Anfangswochen relativ ohne Stress genießen. Es sind dann zwar noch nicht ganz Sommerferien, aber zur Überbrückung werden meine beste Freundin und meine Mutter noch je eine Woche hier verbringen.

Dann müssen wir (wahrscheinlich am besten vor der Geburt) ein Haus oder eine passende Wohnung zur Miete finden. Der Immobilienmarkt an der Mosel ist sehr überschaubar, daher bleibt das ein bisschen ein Glücksspiel. Zwei Häuser haben wir uns schon beim letzten Besuch bei Oma angesehen, von denen eines eventuell auch in Frage kommen würde, aber so richtig klick gemacht hat es noch nicht.

Den Umzug haben wir für Anfang August angesetzt, damit wir auch dort unten noch ein bisschen Ferienzeit mit Papa zusammen haben, um uns als Familie neu einzuleben und ein bisschen Alltag herzustellen. So einen Umzug macht man mit drei kleinen Kindern über eine Distanz von fast 400 Kilometern natürlich auch nicht mal eben so und erst recht nicht selbst, weshalb wir uns auch noch um eine Umzugsfirma und entsprechende Angebote kümmern müssen.

Last but not least steht der Verkauf unseres eigenen Hauses auf dem Plan, wobei es da gerade tatsächlich ganz gut aussieht. Klar, das Haus ist fast neu (vier Jahre alt wenn wir ausziehen) und wird daher sicher gut weg gehen, aber einen dicken Verlust machen wir dennoch. Das wussten wir aber natürlich vorher. Die Abwicklung (auch mit der Bank) wird aber so oder so eine ganze Weile dauern und Notare sind jetzt auch nicht gerade für ihre Schnelligkeit bekannt.

Ein neues Baugrundstück haben wir Ende letzten Jahres schon gekauft, aber mit der Planung des neuen Hauses lassen wir uns erstmal noch etwas Zeit. Schließlich haben wir genug mit den ganzen anderen Dingen zu tun, die auf uns zu kommen und das wichtigste ist sowieso, dass die Kinder sich in ihrer neuen Heimat gut einleben und wir dort letztlich alle glücklich werden.

Ich bin ganz ehrlich - ich gehe hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge weg, denn ich habe auch hier nette Menschen kennen gelernt, mag unser Haus und unsere Nachbarn und schließlich ist das hier im Moment für meine Kinder ihr Zuhause. Trotzdem freue ich mich auf meine Heimat und darauf, dass die Kinder mehr von ihrer Familie haben und ich auch wieder mehr von meinen Freunden. Dennoch haben wir ein spannendes und anstrengendes Jahr vor uns. In vielerlei Hinsicht.

Montag, 13. April 2015

12von12 - April 2015

Der 12. April war gleichzeitig der letzte Ferientag und damit der letzte freie Tag von Papa. Wir haben den sonnnigen Tag für eine Grilleinladung von Freunden genutzt, zu dem wir spontan auch noch die bald neuen Nachbarn eingeladen haben. Das Wetter war klasse, die Stimmung gut und bei insgesamt sieben Kindern wurde auch keinem langweilig. Allerdings sind damit auch ziemlich einseitige 12 Bilder entstanden, die aber einen für uns wundervollen Tag einfangen.

Mehr 12 von 12 gibts bei Draußen nur Kännchen.


Vormittags sind wir schon draußen und genießen die Sonne. Die Nachbarn sind auch da und mit ihnen dieser scheinbar äußerst interessante Traktor.



Mein Kleiner wirft permanent schmachtende Blicke auf das Teil...



Bis der Nachbarsjunge ENDLICH aufsteht und er das Teil erobern kann. Farblich passt er ja schonmal sehr gut dazu.



Der Kleine schläft. Der Große ist mit Freunden in den naheliegenden Freizeitpark - das erste Mal, dass unser Kind ohne uns unterwegs ist und wir sind... ein bisschen gelangweilt. Darf man ja gar nicht laut sagen. Aber wir haben die Zeit brav genutzt um gar nichts zu tun.



Ich schaue mich auch in diesem Frühling wieder staunend in meinem Garten um - überall entsteht neues Leben und aus grau wird grün. Wieso hab ich das früher bloß nie wahrgenommen?  



Der Kleine ist wieder wach und so langsam ist ihm glaube ich auch langweilig ohne den großen Bruder. Zumindest fragt er immer wieder. Jetzt mäht er erstmal ne Runde.



Endlich ist er wieder da und mit ihm seine Freundin.



Auch die anderen Gäste trudeln langsam ein. 



Die Kinder haben jedenfalls viel Spaß zusammen (diese schmachtenden Blicke... hachz!).



Besonders mein Großer und seine Freundin. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Geburt (und wir Eltern uns seit dem Geburtsvorbereitungskurs).



Der Grill wurde angeschmissen, gleich gibts Abendessen.



Nicht nur die Kinder tollen ausgelassen herum, auch die Männer machen sich einen Spaß daraus, den Kindern die Bälle abzujagen. Bisschen unfair, aber alle haben Spaß. 

Donnerstag, 9. April 2015

Dreißig Wochen - Babybauch 30+3

Die 30. Schwangerschaftswoche ist vorbei. Wieder so ein Meilenstein, der mich gleichzeitig froh und fassungslos macht. Kann es wirklich schon sein, dass die letzten zehn Wochen dieser Schwangerschaft begonnen haben? Haben wir nicht erst vor ein paar Wochen kichernd beschlossen, dass wir das Abenteuer drittes Kind tatsächlich wagen wollen? Hielt ich nicht erst vor kurzem den positiven Test in den Händen? Und war ich nicht erst gestern erleichtert, als die zwölfte Woche vorbei war? Jetzt hat sich tatsächlich schon eine 3 vorne in die Wochenzahl gemogelt und ich kann kaum glauben, dass ich wirklich schon so weit sein soll.

Die letzten zehn Wochen werden genauso verfliegen, wie die Zeit bis hierher und das macht mich - ganz ehrlich - schon jetzt ein bisschen wehmütig. Der Gedanke daran, dass meine letzte Schwangerschaft sich langsam schon dem Ende zuneigt, ist für mich kein schöner. Klar, da wartet ja das Baby auf mich, aber trotzdem bin ich einfach gerne schwanger und irgendwie gehen die guten Zeiten doch immer zu schnell vorbei. Wenn das Baby erst da ist, ist es damit ja nicht anders - schwupps ist das Kind ein Jahr alt und ich frage mich, wie das sein kann, wo ich doch gestern noch diese Zeilen hier schrieb.

Ich gebs ja zu, ich bin nicht gut im Loslassen. Am liebsten hätte ich wohl immer einen Kugelbauch oder ein frisch geschlüpftes Baby im Haus, einfach weil es so etwas besonderes und großartiges ist, aber das geht natürlich nicht und ich weiß auch, dass unsere Kraft sich mit Nummer Drei erschöpfen wird. Ihr wisst ja alle, wie verdammt anstrengend es ist Kinder zu haben, auch wenn es gleichzeitig die erfüllenste und schönste Aufgabe der Welt ist. Schon jetzt gibt es Tage, wo die Nerven blank liegen und mit steigender Kinderzahl wird das wohl kaum weniger werden.

Nun haben unsere Kinder natürlich auch einen sportlichen Altersabstand, aber gerade das finden wir ja auch so toll. Die Jungs verstehen sich meistens super, spielen ganz selbstverständlich zusammen und haben die gleichen Interessen, auch wenn sie alle paar Minuten irgendwie mehr oder weniger dramatisch aneinander geraten. Das ist mit einem größeren Altersabstand sicherlich einfacher, aber in meiner Vorstellung haben die Kinder dann eben auch einfach weniger gemeinsam und da wird es dann vielleicht in anderer Hinsicht schwieriger, verschiedene Bedürfnisse zu vereinen. Letztlich ist das ja sowieso totale Geschmackssache und ganz bestimmt hat alles seine großen Vor- und Nachteile, für uns ist es so aber perfekt.

Wir sind sehr gespannt, wie das dritte Kind die herrschende Familiendynamik verändern wird und vor allem ,wie die Jungs auf ihre Babyschwester reagieren werden. Beim Großen mache ich mir eigentlich kaum Sorgen, denn der ist absolut vernarrt in Babys und hat mit seinen 3,5 Jahren schon sehr genaue Vorstellungen davon, was da auf ihn zu kommt. Zumal er ja nicht zum ersten Mal großer Bruder wird. Der Kleine wird wohl schon eher damit zu kämpfen haben, denn er ist sehr nähebedürftig und kann natürlich auch nicht recht verstehen, was da bald passieren wird (auch wenn er ständig vom "Baby in Mamas Bauch" und "Baby in meinem Bauch" spricht und meinen Bauch streichelt und kuschelt). Er wird ja dann eh ein berüchtigtes Sandwichkind sein, um das ich mich - laut meiner besten Freundin (ebenfalls Sandwichkind) - dann bitte besonders zu bemühen habe. Werde ich natürlich und ich bin mir sicher, dass es da auch zu Spannungen kommen wird, aber die gehören in einer Familie nunmal genauso dazu, wie die bedingungslose Liebe für jedes Kind. Ich bin ja auch deswegen zusätzlich ein bisschen froh, dass es ein Mädchen wird, weil ich denke, dass meinem Kleinen dadurch die Abgrenzung zu seiner kleinen Schwester etwas einfacher fallen wird. Aber wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

Apropos Mädchen - morgen habe ich den letzten großen Ultraschall und ich muss offen zugeben, dass ich noch immer etwas skeptisch bin, ob es denn beim Mädchen-Outing bleibt. Vielleicht kann man morgen auch schon nichts mehr in der Richtung erkennen, aber ich werde meine Ärztin auf jeden Fall bitten, noch einmal nachzuschauen. Und richtig glauben werde ich es bestimmt auch erst, wenn ich es selbst sehe, also live.

Mittwoch, 1. April 2015

Ferien, Hebammenbesuch und Ostern - Babybauch 29+2

Diese Wocher verlief so unspektakulär, dass mir gerade schlicht und ergreifend nichts einfallen will, über das ich schreiben könnte. Die einzigen merklichen Veränderungen sind das viel schlechtere Wetter - das mir ganz ehrlich etwas auf die Laune drückt - und dass die Ferien begonnen haben und wir somit Familienzeit haben. Darüber, dass das nicht immer nur toll ist, habe ich gestern bereits ausführlich geschrieben.

Heute hat zumindest der Besuch der Hebamme für etwas Abwechslung gesorgt. Die Jungs lieben es, wenn sie vorbei kommt, den Bauch ausmisst, nach dem Baby tastet, wir die Herzgeräusche anhören können und vor allem findet mein Großer es fantastisch, dass er mir mit dem Urin-Teststreifen helfen darf - immer wieder lustig, womit man Kinder glücklich machen kann. Mit dem Baby scheint alles in Ordnung, wobei meine Hebamme heute meinte, dass sie wohl eher klein und leicht bleiben wird, wie es auch die Jungs bei der Geburt waren. Mir soll es recht sein.

Das explosionsartige Wachstum des Bauches hat mittlerweile gestoppt und ich finde, dass der Bauch gerade nicht mehr wirklich größer wird. Es fühlt sich zwar nach jede Mahlzeit so an, als hätte ich mindestens einen Bauchumfang von 2 Metern, aber derzeit liege ich mit 96 Zentimetern doch deutlich darunter. Bei den Jungs hatte ich gegen Ende der Schwangerschaft 99 Zentimeter und ich denke, dass der Umfang auch dieses mal wieder dort landen wird. Das sind aber natürlich nur relative Zahlen, denn die Frage ist ja immer wo der Ausgangswert lag (den ich nicht kenne). Insgesamt trage ich nun voller Stolz doch wieder einen kleinen Bauch, der nur am Anfang viel schneller als in den ersten beiden Schwangerschaften gewachsen ist.

Ende nächster Woche habe ich den letzten großen Ultraschall und sollte das Baby dann schon mit dem Kopf nach unten liegen, war es das dann auch mit den Arztbesuchen, denn die restlichen Vorsorgen werde ich mit meiner Hebamme machen. Ein CTG werde ich wohl gar nicht machen lassen, aber ich sehe auch nicht, was mir das bringen soll - ich würde es wohl merken, wenn ich plötzlichen Wehen hätte. Wobei ein CTG natürlich bedeuten würde, dass ich mal 30 Minuten am Stück meine Ruhe hätte und nicht zwei freche Jungs um mich herum springen würden... hm, vielleicht ist das doch gar keine schlechte Idee. Aber nein, ich fand dieses still liegen beim Arzt schon immer unschön und sehe jetzt in der dritten Schwangerschaft keine Notwendigkeit, irgend etwas zu tun, auf das ich keine Lust habe.

Morgen geht es nun erst einmal zur Oma und die Jungs freuen sich insbesondere darauf, dass ja der Osterhase dann bestimmt auch bei Oma im Garten ein paar Süßigkeiten für sie verstecken wird. Mehr als selbst gefundenen Süßkram gibt es von uns übrigens tatsächlich nicht zu Ostern, denn ich finde man kauft mal abgesehen von Geburtstagen und Weihnachten ohnehin ständig irgendwelchen Kram für die Kinder, da muss nicht auch im Osternest noch ein "richtiges Geschenk" liegen. Aber das ist natürlich totale Geschmackssache und muss ja auch jede Familie für sich selbst entscheiden.

Ich wünsche euch an dieser Stelle schonmal schöne Ostertage mit euren Lieben und drücke uns allen unablässig die Daumen für besseres Wetter!

Dienstag, 31. März 2015

Ferien oder wie wir uns gegenseitig auf die Nerven gehen

Es ist schon ein erstaunliches Phänomen - seit Wochen freuen wir uns auf die Osterferien und damit endlich mal mehr Familienzeit gemeinsam mit Papa. Nun ist es soweit und schon am zweiten Ferientag liegen die Nerven teilweise blank.

An erster Stelle macht uns schonmal das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wir hatten so einiges an Unternehmungen (Tierpark, Zoo, Garten, Freizeitpark) geplant, aber so gut wie alles setzt voraus, dass nicht am laufenden Band eine Sturm- und Regenfront über uns hinweg fegt. Zweitens sind beide Kinder wieder krank und schlagen sich mit Husten, Schnupfen und Bronchitis herum. Damit fallen auch so einige wetterunabhängige Aktivitäten aus (Schwimmbad oder Indoor-Spielpark), da diese schlicht zu anstrengend für die Kinder wären.

So sitzen wir also, abgesehen von Arztbesuchen, die meiste Zeit des Tages Zuhause und spätestens nach dem Frühstück, dreht mindesten ein Kind ein bisschen durch - schmeißt Spielzeug durch die Gegend, kippt wahllos Kisten aus (mein persönliches rotes Tuch), ärgert den Bruder, verteilt Einzelteile von Gesellschaftsspielen im Raum oder macht eben irgend einen Blödsinn, der einem furchtbar auf die Nerven geht. Dann fangen wir Eltern an rum zu nölen und irgendwie wird die Stimmung immer schlechter. Abends sind dann noch dazu alle müde und schon eine Kleinigkeit genügt, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

Man macht sich aber auch selbst Stress - ich hab ständig das Gefühl, endlich mal in Ruhe diverse Dinge erledigen zu können oder müssen, die ich ständig vor mir her schiebe (Hausarbeit, Fenster putzen, Bürokram, etc.) und mein Mann möchte am liebsten einfach mal so wenig wie möglich tun und seine Ferien genießen.

Zudem hat das glaube ich auch wirklich viel mit dem Wetter zu tun. Wir sind ohnehin eine Outdoor-Familie und verbringen fast den ganzen Tag draußen. Nachdem der Frühling sich nun schon das ein oder andere Mal von seiner besten Seite gezeigt hat, sind wir alle von Kopf bis Fuß auf Frühling eingestellt. Der Große redet ununterbrochen vom Sommer und was er noch alles unternehmen will und beide laufen ständig immer wieder ohne Jacke und mit Socken raus, um dann kurz darauf bibbernd wieder herein zu kommen. Eigentlich sind wir auch bei jedem Wetter draußen zu finden, aber bei diesem Sturm ist es den Jungs ganz einfach auch zuviel. Der Kleine wird vom starken Wind einfach umgepustet und weint und auch der Große klagt nach wenigen Minuten (auch bei passender Kleidung) über die Kälte. Folglich fällt uns allen nun schon nach wenigen Tagen die Decke auf den Kopf.

Am Donnerstag fahren wir aber mal wieder zur Oma und die Jungs freuen sich schon sehr darauf. Wir aber auch, denn so kommen wir einfach mal raus aus dem Alltag und den eigenen vier Wänden. Anderswo läuft vieles ja dann doch ganz automatisch entspannter und wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Wetter uns auch noch ein bisschen entgegen kommt.

Kennt ihr das Phänomen, sich bei mehr gemeinsamer Zeit schneller auf die Nerven zu gehen auch oder geht das nur uns so? :D
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