Donnerstag, 21. Mai 2015

Endspurt - Babybauch 36+2

Am Sonntag endet diese 37. Schwangerschaftswoche und damit bin ich ab Montag in der Rufbereitschaft fürs Geburtshaus. Ab Montag "darf" dieses Kind sich also offiziell auf den Weg machen, ohne als Frühgeburt zu gelten. Grundsätzlich bin ich noch immer entspannt und rechne nicht damit, dass die Geburt wirklich bald los gehen könnte, aber ich bin trotzdem froh und erleichtert, wenn diese Schwangerschaftswoche zuende ist.

Überhaupt ist die Vorstellung, dass wir ganz bald wieder ein Baby in unseren Armen halten werden gerade noch sehr weit weg. Eigentlich ist mit den Jungs gerade alles sehr gut eingespielt, die meiste Zeit über verstehen sich die zwei großartig, wir unternehmen bei dem tollen Wetter viel und der Alltag läuft so vor sich hin. Das ein Baby das alles bald auf den Kopf stellen wird, kann ich mir gerade wirklich noch nicht vorstellen. Aber es wird langsam ernst, ob ich will oder nicht.

Den Jungs erzähle ich dieser Tage vermehrt vom Baby und das es ja bald kommt und wo sie dann hin gehen werden bzw. wer sich um sie kümmert, während Mama und Papa das Baby zur Welt bringen. Dann haben wir diese Woche auch den Tripp Trapp fürs Baby bestellt und all diese Dinge machen es für die Kinder denke ich langsam etwas greifbarer.

Ich hoffe, dass auch ich mich bald auf die Geburt einstellen kann, wie gesagt ist das gerade noch ziemlich weit weg. Wehwehchen hätte ich genug, die mich eine rasche Geburt herbei sehnen ließen... allein die Krampfadern machen mir in den letzten Tagen doch arg zu schaffen. Die vorhandenen werden irgendwie immer schlimmer und es zieht in den Beinen. Zudem entdecke ich dauernd neue Stellen, wo die Adern deutlich hervor stehen und das in Bereichen, von denen ich mir niemals vorstellen konnte, dass man da auch Krampfadern haben könnte. Ähem. Wehe dir, Körper, du schaffst diese komischen Adern nicht beiseite, wenn mein Baby sein Nest verlassen hat! Notfalls muss man da wohl nochmal richtig in Behandlung, zumal ich ja außerhalb dieser Schwangerschaft noch nie was damit zu tun hatte. Aber ich staune immer wieder, wenn ich das Thema bei anderen Frauen anspreche, wie viele sich mit den lästigen Adern in der Schwangerschaft herum plagen. Komisch, dass man davon sonst nie was hört, aber vielleicht ist das eine Art Tabu-Thema. Nunja, kann ja nicht immer alles nur schön sein, bei einer so massiven körperlichen Veränderung.

Mit ein Grund warum ich denke, dass mir noch etwas Zeit mit Babybauch bleibt ist, dass ich noch überhaupt nicht diese starke Sehnsucht nach meinem Baby habe. Irgendwie glaube ich verändert man doch instinktiv seine Einstellung und wird ungeduldiger aufs Kind, wenn die Geburt wirklich unmittelbar bevor steht. Aber vielleicht will ich dieses Mal das Ende meiner letzten Schwangerschaft auch einfach nicht wahr haben und schiebe das Thema deswegen soweit weg, ich weiß es nicht.

Fest steht, dass du, liebes kleines Mäusschen, bald kein Frühchen mehr sein wirst und dich dann auf den Weg zu uns machen kann, wenn du soweit bist. Vielleicht gibst du deiner Mama vorher doch mal irgendwie ein Zeichen oder lässt den ein oder anderen Hormonspiegel sinken oder fallen, damit ich so ein kleines bisschen vorgewarnt bin. Das wäre sehr nett, Danke. So oder so wirst du bald bei uns sein und wir sind so unglaublich gespannt auf dich und darauf, wie du sein wirst und wie du unsere Familie vervollständigen wirst. Und noch gespannter sind wir darauf, ob du denn nun wirklich ein Mädchen bist oder doch ein dritter Rabaukenjunge. Namenstechnisch sind wir so oder so überfordert und noch völlig ratlos, aber frag mal deinen kleinen großen Bruder, es lebt sich Anfangs auch ganz gut ohne Namen und "Bebie" ist ja sowieso geschlechtsübergreifend.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Keine Panik - Babybauch 35+1


36. Woche. Wow.

Rechnerisch nur noch ungefähr fünf Wochen, bis unser Baby bei uns sein wird. Heute beim Abendessen haben wir festgestellt, dass wir noch rein gar nichts vorbereitet und eingekauft haben. Eine Tasche für die Klinik (falls wir jetzt los müssten) ist nicht gepackt, ebensowenig für die geplante Geburt im Geburtshaus. Wenigstens die Babyschale liegt Griffbereit im Nebenraum, also könnten wir unser nacktes Kind zumindest im Auto nach Hause befördern.

Vielleicht liegt es daran, dass die Rufbereitschaft für das Geburtshaus erst in zwei Wochen los geht und ich auch erst nächste Woche den Termin für das Vorgespräch habe. Vorher dürfte ich also gar nicht im Geburtshaus entbinden und in meiner Vorstellung ist das irgendwie keine Option. Bisschen naiv vielleicht, aber ich bin einfach noch nicht auf baldige Geburt eingestellt, also bleibt das Baby auch wo es ist, Punkt. :)

Sowieso ist es gerade noch völlig unvorstellbar, dass wir in wenigen Wochen wieder einen Säugling in unserer Mitte haben werden. Dass ich Nachts (sehr wahrscheinlich) nicht mehr durchschlafen werde. Dass ich wieder gefühlt ununterbrochen Stillen werde. Dass mein Essen kalt wird, weil das Baby GENAU DANN auch trinken möchte und mir in exakt dem Moment jeglicher Appetit vergeht, in dem das Baby anfängt zu saugen. Dass ich ständig auf einem Arm ein Baby balancieren werde, während ich ein Buch vorlese / Nasen putze / eine Sprudelflasche öffne / Gesellschaftsspiele spiele / Himbeeren wasche / eine Schlange male / Tränen trockne / Legoautos zusammen stecke / die Schaukel antreibe / ein Leberwurstbrot schmiere. Liste bitte beliebig fortsetzen. Dass drei Kinder startklar sein müssen, wenn man irgendwo hin fährt. 

Die Sache mit der Drei-Kind-Panik hat allerdings auch völlig nachgelassen. Außer, dass ich mich bei manchem immernoch frage, wie das organisatorisch laufen wird, habe ich keinerlei Zweifel mehr daran, dass das mit drei Kleinen super laufen wird. Es wird streckenweise ganz sicher unglaublich anstrengend sein, aber es wird großartig. Und wie sehr sich die Jungs auf das Baby freuen, hach! Wenn der Große meinen Bauch umarmt und küsst und immer wieder sagt, dass er das Baby kuschelt und dass er sich freut, wenn er immer mit dem Baby kuscheln kann, bekomme ich diesen glasigen, verklärten Mutti-Blick und schmelze dahin. Ich bin sicher mir fliegen auch kleine Herzchen aus den Ohren... hach, hach. 

Heute haben wir übrigens doch was gekauft - winzig kleine, erbarmungswürdig niedliche Windeln. Eeeeks. Sogar die Jungs waren total verzückt und auch mein Mann bekam diesen ganz weichen Blick und grinste dieses Grinsen mit einer Mischung aus Rührung und Stolz. Schon wieder hach! 

Ich versuche nun die letzten Wochen mit Kugel vollends zu genießen. Insbesondere seit das Wetter so großartig ist, fühle ich mich noch wohler in meiner Haut. Zum einen, weil mir die Sonne ganz automatisch gute Laune und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Zum anderen, weil ich nun endlich diese schrecklich nervigen Schwangerschaftshosen (ich hasse sie...) los bin und meine Sommerkleider, -röcke und -hosen tragen kann, die mir fernab von riesigen Bauchbündchen passen ohne mich einzuengen. Riesiges Wohlfühl-Hach. 

Noch fünf Wochen Tritte im Bauch, fünf Wochen grinsend den Bauch streicheln, fünf Wochen das Wunder der Schwangerschaft erleben. Und danach für immer das Wunder des Lebens. Hach.

Freitag, 8. Mai 2015

Fügungen - Babybauch 34+3



Erst vor kurzem habe ich von den großen Veränderungen berichtet, die uns demnächst bevorstehen - neues Baby, Hausverkauf, Finanzierung rückabwickeln, Mietwohnung finden, Umzug, neuer Job, neuer Lebensmittelpunkt. Projekt Heimat. 

Manchmal fügen sich die Dinge scheinbar wie von selbst, denn seit zwei Tagen ist unser Haus offiziell verkauft. Innerhalb von nur drei Tagen hatten die Interessenten das Haus besichtigt und zugesagt und der Notartermin liegt nun auch hinter uns, sodass es da auch erstmal nichts mehr zu rütteln gibt. Es ist schon Wahnsinn, wie schnell das plötzlich ging und was wir uns da im Vorfeld manchmal für Sorgen gemacht haben.

Die Sache mit dem Umzug nimmt auch immer mehr Formen an. Wir müssen das ganze ja mit einem Umzugsunternehmen angehen und da trudeln langsam die Vergleichsangebote ein, sodass wir hier auch kleine Schritt weiter kommen.

Was die Unterkunft in meiner Heimat angeht, hat sich heute auch etwas scheinbar von alleine gefügt. Bekannte von mir haben mich angesprochen, weil sie ein Haus vermieten und dachte das wäre was für uns. Wir waren es heute anschauen und einiger Kompromisse, die wir machen müssen (das Haus ist etwas älter und einfach nicht so schick, wie man es sich vielleicht wünscht), werden wir wohl überein kommen. Wir wohnen dann direkt im Nachbardorf meines Heimatortes und damit nur wenige Minuten von Oma, dem neuen Kindergarten und der zukünftigen Baustelle entfernt. Wir zahlen keine Kaution und keine Maklercourtage, können unsere drei Katzen mitnehmen und auch die Kinder können draußen im Garten spielen oder eben - wie jetzt auch - auf der Straße herum flitzen. 

Gerade läuft das Projekt Heimat wirklich positiv und das fast von allein. Ich bin gespannt wie sich die anderen Unwägbarkeiten noch fügen werden, aber wie es scheint, soll es einfach klappen. 

Montag, 4. Mai 2015

2 Jahre

Fast zwei Monate verspätet, aber kein bisschen weniger von Herzen, möchte ich dir heute ein paar Worte schreiben, mein großer kleiner Mann.

Am 19. März bist du zwei Jahre alt geworden. Wir hatten einen wundervollen Tag, der auch noch einer der ersten warmen Sonnentage des Jahres war. Dein Geburtstag war rundherum gelungen und immer wieder hast du "Ich hat Deburtstag!" wiederholt und dich über die vielen Geschenke und den lieben Besuch gefreut. Du warst ein rundherum glückliches und dankbares Geburtstagskind und auch dein Bruder war an deinem Tag voll und ganz darauf aus, dich glücklich zu machen. Es war einfach wundervoll.

Mein Kleiner, du bringst mich immernoch täglich zum lachen, mit deinem sonnigen Gemüt, deiner heiteren Art und deiner guten Laune. Du trägst dein schelmisches Grinsen immer bei dir und weißt mittlerweile genau, dass keiner dir böse sein kann, wenn du Blödsinn machst und danach kicherst und keckerst. Du bist dabei einfach zu niedlich! Dabei hast du es wirklich faustdick hinter den Ohren - immer wieder höre ich, dass du aussiehst wie ein kleiner Michel aus Lönneberga und ich kann dem nur zustimmen und auch immer wieder betonen, dass du auch mindestens so viele Flausen im Kopf hast. Aber du bist dabei eben einfach herzerfrischend fröhlich und frech.

Du bist ein total empathischer kleiner Mensch. Du hälst immer inne, wenn dein Bruder weint oder sich weh getan hat und versuchst zu trösten. Du sagst immer wieder "T weint! T weint! Warum?!" und möchtest wissen, was los ist. Wenn ich mir den Fuß stoße und schimpfe, umarmst du mich und drückst mich, dass es mir Tränen der Rührung in die Augen treibt. Überhaupt gibst du die großartigsten, festesten Umarmungen, die man sich vorstellen kann. Wenn wir Papa morgens an der Haustür verabschieden, rennst du ihm in die Arme und drückst ihn so fest du kannst. Überhaupt verabschieden wir uns immer mit einer dicken Umarmung - egal ob von deinem Bruder im Kindergarten oder bevor du mit Papa Brötchen holen fährst, verabschieden und drücken ist unglaublich wichtig für dich.

Kuschlig warst du ohnehin schon immer und bist es bis heute. Beim Einschlafen rückst du ganz nah an mich heran und hältst deine Arme fest um meinen Hals geschlungen. Meistens vergräbst du auch noch dein Gesicht an mir und flüsterst immer wieder "Mama! Mama!", um dich zu vergewissern, dass ich noch da bin. Wenn du nach dem Mittagsschlaf oder Morgens aufwachst, brauchst du mindestens eine halbe Stunde intensives kuscheln, um überhaupt richtig wach zu werden. Diese Momente genieße ich so sehr und es gibt für mich nichts schöneres, als deinen schlafwarmen Körper ganz fest in meinen Armen zu halten, dein flauschiges Haar zu küssen und deinen Kinderduft zu atmen.

Du bist immer in Bewegung und noch immer wirkst du eher zart, bist aber absolut drahtig und agil. Du hüpfst auf dem Trampolin wie ein Großer, springst Stufen hinunter, kletterst auf alles was irgendwie geht und sorgst bei uns täglich (!) für aussetzende Herzschläge. Du bist einfach ein totaler Draufgänger und entsprechend oft hast du blaue Flecke, Schrammen, Schürfwunden und Beulen. Natürlich sind wir unglaublich stolz darauf, was du alles kannst und machst und wie gut du deinen Körper schon beherrschst, aber manchmal wäre es doch besser, du würdest vielleicht mal nachdenken, bevor du die Treppe runter springst... aber so bist du einfach nicht, du rennst einfach drauf los, es wird schon gut gehen.

Dein Sprachtalent haut uns beinahe täglich vom Hocker. Du sprichst seit Monaten so gut wie alles nach und jetzt mit zwei Jahren kann man sich mit dir beinahe normal unterhalten - also wir können das, Außenstehende verstehen wahrscheinlich nicht so viel, weil du teilweise noch etwas nuschelst. Du erzählst herzlich gerne Blödsinn und freust dich, wenn wir darüber lachen. Am Wochenende hast du zum Beispiel steif und fest behauptet "Das ist ein Krakor-Flugzeug!" am Himmel und kein Flugzeug. Dir und dienem Bruder bei euren Gesprächen zuzuhören ist für mich immer wieder eines meiner täglichen Highlights.

Überhaupt versteht ihr beide euch seit langem viel besser und seit ein Herz und eine Seele. Immer hängt ihr zusammen, spielt zusammen und wollt auch ohne nicht gerne ohne den anderen sein. Ihr kümmert euch umeinander, heckt Unsinn aus ("Wir machn Matschereia! Wir machn Blödsinn!") und seit einfach ein wunderbar eingespieltes Team. Genauso leidenschaftlich streitet ihr natürlich und mittlerweile haut ihr auch oft abwechselnd aufeinander ein - meistens ziehst du dabei aber noch den kürzeren, weil dein großer Bruder dir körperlich einfach noch überlegen ist. Aber du lässt dir nichts gefallen und vertrittst deinen Standpunkt deutlich.




Man merkt gerade auch sehr deutlich, dass sich bei dir viele Veränderungen anbahnen. Seit längerem schon willst du alles "A-LAI-NÄ!!!" machen und lässt dir auch überhaupt nichts zeigen oder erklären. Nein, du willst um jeden Preis deinen Kopf durchsetzen und es auf deine Art machen und nimmst nur selten Hilfe an. Eigentlich finde ich das auch großartig, aber leider misslingen deine Versuche nur allzu oft und dann bist du völlig außer dir vor Wut und schreist und tobst.

Das ist leider die Kehrseite deines sonst so fröhlichen Charakters - du kannst dermaßen ausrasten, dass man sein lachendes, fröhliches Kind kaum wieder erkennt. Gerade ist es eben besonders schwer für dich, zum Beispiel, wenn die geschälte Banane abbricht, Mama den Deckel vom Joghurt abreißt obwohl du das machen wolltest, die Nudel sich nicht wie gewünscht auf die Gabel aufpiksen lässt oder der Legostein einfach nicht halten will, wie du dir das vorstellst. Kleinigkeiten bringen dich völlig aus der Fassung und bescheren uns teilweise eine halbe Stunde Geschrei und Tränen, ohne, dass wir dir wirklich helfen könnten. Das ist für uns alle schwer, aber wir müssen da gemeinsam durch und ich weiß, dass du das bald besser verarbeiten können wirst, wenn etwas nicht so läuft wie geplant.

Mein Kleiner, bald wirst auch du ein großer Bruder sein! Das Baby im Bauch ist hier ständig Thema - entweder ihr zwei streichelt, küsst oder haut auf dem Babybauch herum oder ihr seid gerade wieder selber schwanger und lauft mit Kissen unter euren Pullis herum. Das ist wirklich total niedlich und ich bin so unglaublich gespannt darauf, wie du dann tatsächlich auf das Baby reagieren wirst. Bei deinem großen Bruder kann ich mir das schon ganz gut vorstellen, aber bei dir weiß ich nicht, wie du auf die geteilte Aufmerksamkeit von Mama und/oder Papa reagieren wirst. Gerade, weil du uns auch oft körperlich noch sehr brauchst und auf den Arm willst oder eben ausgiebig kuscheln. Aber wir werden das alles hin bekommen, da bin ich ganz sicher! Schließlich kann man mit so einem Baby auch ganz wunderbar gemeinsam kuscheln und ich glaube du wirst schnell merken, dass wir dich kein bisschen weniger lieben als vorher und noch immer für dich sind. Du wirst ganz sicher stolz sein, wenn du dabei mithelfen kannst, das Baby zu umsorgen und ich glaube du wirst ein großartiger großer Bruder sein.

Ich werde dich ganz besonders im Auge behalten, mein Schatz, das verspreche ich dir. Du bist und bleibst mein Sonnenschein, mein Strahlekind, mein Kuschelhase, mit deinen stahlblauen Augen und deinen blonden Wuschelhaaren. Ich liebe dich so abgöttisch und bin täglich dankbar dafür, dass du ein Teil unserer Familie bist und immer sein wirst. Es wird für dich vielleicht manchmal schwer sein, nicht mehr der Kleine zu sein und auch nicht der Große, aber du bleibst unser kleiner Chaot, unser quirliger Wirbelwind! Ein ganz besonderer kleiner Mensch bist du und nichts wird sich an unserer unendlichen Liebe zu dir und unserem Stolz auf dich jemals ändern.

Zwei Jahre bist du jetzt alt. Ich kann es wirklich kaum fassen. Du bist doch mein Baby, dass mich völlig in meiner Mutterrolle hat ankommen lassen und mich versöhnt hat mit all den Fehlern, die ich bei deinem großen Bruder gemacht habe. Du hast vor über zwei Jahren dafür gesorgt, dass ich endlich auf mein Herz hören konnte und mich heute traue die Mama zu sein, die ich sein will, egal was andere davon halten. Dafür Danke ich dir, von ganzem Herzen.

Ich zweifle jeden Tag, aber ich gehe meinen Weg mit euch weil ich sehe, was für großartige Jungs ihr seid, auch oder gerade weil ihr nicht immer das tut, was man von euch erwartet. Ihr habt euren eigenen Kopf und seid wie Kinder sein sollten - frech und wild und wunderbar.

Mittwoch, 29. April 2015

Im schwangeren Körper - Babybauch 33+2

Mein schwangerer Körper und ich, wir stehen manchmal auf Kriegsfuß - die Krampfadern werden nicht gerade weniger, nach dem "Bezwingen" der Treppe bin ich aus der Puste, auf dem Rücken liegen beschleunigt meinen Puls gefühlt um das Doppelte, zu schnell aufstehen ist generell keine gute Idee und überhaupt habe ich das Gefühl, teilweise nicht mehr alles so machen zu können, wie vorher. Gerade letzteres ist für mich eine völlig neue Erfahrung, denn in den Schwangerschaften mit den Jungs war ich bis zum letzten Tag völlig agil und spürte kaum eine Einschränkung. Ich erzähle an der Stelle immer gerne, dass ich noch zwei Wochen vor der Geburt des Großen auf Knien Teppichböden in unserem Haus verlegt habe, denn das beschreibt meine bisherigen Erfahrungen mit der berühmt berüchtigten Schwerfälligkeit in der Schwangerschaft am besten.

Doch dann ist da noch die andere Seite - zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben, habe ich mich mit mir und meinem Körper so unglaublich wohl gefühlt, wie in der Schwangerschaft. Der Bauch wird täglich runder, was mir ein stilles Lächeln auf die Lippen zaubert. Ich bewundere den wachsenden Bauch Abends im Spiegel und streichle versonnen darüber. Das Becken ist breiter geworden, wodurch ich mich nicht schlechter sondern einfach nur weiblicher fühle. Meine Brüste haben wieder eine Größe erreicht, die einen BH wirklich ausfüllt und obwohl ich weiß, dass dieses Glück nur von kurzer Dauer ist (nach der Stillzeit werde ich mich davon wieder vollkommen verabschieden müssen und zu einem gerade-so-A-Cup zurück kehren), genieße ich meinen veränderten Körper in vollen Zügen und fühle mich rundum wohl. Darüber spricht man ja eigentlich nicht, aber dem Liebesleben ist das auch nicht gerade abträglich, was vielleicht auch ein gutes Stück zum verbesserten Wohlbefinden beiträgt.

Ich esse worauf ich Lust habe, verkneife mir keine Süßigkeit und würde niemals auf die Idee kommen, etwas zu kaschieren oder einzuziehen, wie Frau es sonst so gerne tut. Vielleicht macht es mir auch deswegen solchen Spaß, jede Woche diese Fotos zu machen, denn nie wieder werde ich so viele Bilder von mir sehen, die mir gefallen. Das mag eingebildet klingen, aber ich kann mich jede Woche kaum entscheiden zwischen den Fotos, weil ich sie alle mag. Sie führen mir diese ganz besondere, magische Zeit in meinem Leben vor Augen, die nie mehr wieder kommen wird. Sie zeigen mich ganz und gar als Frau und - so wenig empanzipiert das auch klingen mag - bringen ein Stück weit meine Bestimmung zum Ausdruck. Vielleicht kann ich diese Schwangerschaft deswegen so sehr genießen, weil ich Kinder austragen als mir vorbestimmt ansehe und mich damit vollkommen fühle.

Der Inhalt und Sinn meines Lebens sind im Moment meine Kinder und so sehr ich weiß, dass sich das auf ganz natürliche Art und Weise wieder verändern wird, so sehr nehme ich diese Rolle gerade an. Ich bin mehr als dankbar, die Wahl zu haben und mich ganz auf meine Familie konzentrieren zu können. So anstrengend und zermürbend manche Tage auch sein mögen - die Zeit kommt niemals wieder und ich versuche sie in all dem Alltags-Chaos so gut wie möglich zu genießen.

Donnerstag, 23. April 2015

Vorbereitungen auf das dritte Kind - Babybauch 32+2

Offiziell sind es weniger als acht Wochen (waaaaaas?!) bis zur Geburt unseres dritten Kindes. Eine Zeit, in der man für gewöhnlich alle nötigen Vorbereitungen für die Ankunft des neuen Erdenbürgers trifft und sich im sogenannten Nestbau-Modus befindet.

Bei uns ist davon bislang nicht viel zu spüren. Ein Kinderzimmer muss nicht vorbereitet werden, da das Baby sowieso bei mir schlafen wird - entweder im Kinderzimmer mit den Jungs oder mit im Schlafzimmer. Das lassen wir auf uns zukommen. Eine neue Babyschale fürs Auto steht einsatzbereit in der Ecke, denn die habe ich bereits im Februar gekauft (unsere vorherige ist mittlerweile schon älter als fünf Jahre und mir damit einfach nicht mehr sicher genug). Der Laufstall bleibt dieses mal direkt auf dem Dachboden, denn der wurde bei den Jungs schon so gut wie gar nicht bzw. nur als Ablage und Katzen-Schlafplatz genutzt.

Einen meiner ersten Einkäufe fürs Bauchmädchen hatte ich ja bereits gezeigt. Seitdem sind auch ein paar weitere "Mädchensachen" dazu gekommen, allerdings größtenteils aus dem Fundus von Freundinnen und Nachbarinnen, denn ich bin wirklich großer Fan von Second Hand Bekleidung für die Kinder, insbesondere wenn man weiß, wo die Sachen her kommen. Bei dem tollen Einteiler von Boden konnte ich aber dennoch nicht widerstehen und musste zuschlagen. Aber das ein oder andere besondere Stück darf eben auch gerne einziehen, auch wenn man eigentlich schon alles hat. Die Kartons mit den alten Klamotten habe ich zumindest schonmal vom Dachboden geholt und grob vorsortiert, aber gewaschen ist davon noch nichts.

Ansonsten müssen wir eigentlich nur noch einen neuen Hochstuhl anschaffen, aber da ich nach wie vor schwer verliebt in den Stokke Tripp Trapp bin, werden wir auch bei Kind Nr. 3 diesem Modell treu bleiben und die Bestellung ist reine Formsache. Das ist an der Stelle übrigens leider keine Werbung (wir müssen den Stuhl tatsächlich selbst kaufen! :D), aber ein echter Einkaufstipp, denn bei Skandic gibt es den Tripp Trapp fast immer etwas günstiger, als im Geschäft vor Ort oder sonstwo im Netz. Dieses Mal haben wir sogar das tolle Newborn-Set von einer Freundin bekommen, worüber ich mich wirklich unglaublich freue! Ich finde es großartig, dass unser Baby vom ersten Tag an ganz selbstverständlich mit uns am Tisch sein wird und so gleich mittendrin ist im Familienleben.

Ein Name für das Kind wäre noch eine großartige Sache, aber ich fürchte, da werden wir uns ohnehin nicht vor der Geburt einig. Wir werden das denke ich wieder so handhaben wir bei unserem Kleinen und unser Baby erst einmal kennen lernen und uns dann in Ruhe überlegen, wie es heißen soll. Schließlich haben wir nach der Geburt immernoch eine Woche Zeit für die Anmeldung beim Standesamt. Restzweifel bezüglich des Geschlechts gibt es bei uns auch nach wie vor, zumal man beim dritten und letzten Ultraschall letzte Woche vom Geschlecht nichts mehr erkennen konnte. Wir glauben das mit dem Mädchen erst dann, wenn wir es live sehen.

Was braucht ein Baby eigentlich wirklich? Meiner Erfahrung nach in den ersten Wochen nichts außer Liebe, Nähe und Geborgenheit. Gut, ein paar Wechselklamotten und Windeln sind schon von Vorteil, aber ansonsten kann man doch alles getrost auf sich zukommen lassen. Unverzichtbar für mich ist mein Tragetuch und sicher auch der Kinderwagen als Ablagemöglichkeit für Draußen, wenn das Baby schläft und wir mit den Jungs im Garten sind.

Ansonsten habe ich mir vorgenommen, mir und auch meinem dritten Kind so lange wie möglich ein richtiges Wochenbett zu gönnen und tatsächlich möglichst zum Stillen, Kuscheln und Ausruhen im Bett zu bleiben, ohne mich zu sehr aus dem Familienalltag heraus zu ziehen. So ein bisschen kommt es auch darauf an, wann genau unser Baby zur Welt kommen wird, denn je nachdem muss mein Mann kurz nach der Geburt noch für eine Woche auf Klassenfahrt und meine beste (von den Kindern heiß geliebte) Freundin wird für diesen Zeitraum hier sein. Dann werde ich mich aber sicherlich nicht ins Bett legen und ihr die Kinder die ganze Zeit allein überlassen, womit ich ja beim Papa keine Probleme hätte, hihi. Aber auch das werden wir auf uns zukommen lassen und sehen, wie es sich für jedes Familienmitglied am besten anfühlt.

Hach, was freue ich mich auf dieses Mini-Menschlein!

Samstag, 18. April 2015

Der Geburtsvorbereitungskurs - Babybauch 31+2

 

Ich bin nun zum dritten Mal schwanger und gerade ist mein dritter Geburtsvorbereitungskurs zuende gegangen. 

Beim ersten Kind haben wir noch artig einen Paarkurs gemacht (da bekommt man die Männer ja noch ganz gut dazu überredet... :D) und dort natürlich auch wirklich viel Neues erfahren. Ich hatte mich vorher nie groß mit Schwangerschaft und Geburt geschweige denn dem Eltern-werden auseinander gesetzt und fühlte mich durch den Kurs wirklich toll unterstützt und gut vorbereitet. Die Hebamme, die den Kurs leitete, war sehr erfahren und strahlte diese wundervolle Ruhe aus, die manche Menschen einfach inne haben. Ich glaube alleine dadurch fühlte ich mich wohl und sah der Geburt (im Geburtshaus) freudig und gelassen entgegen.

Der zweite Kurs war ein reiner Frauenkurs. Meinen Mann hätte ich kein zweites Mal überreden können und da wir ja ohnehin keine Betreuungsmöglichkeit hier vor Ort haben, kam ein gemeinsamer Kurs am Abend sowieso nicht in Frage. Ich freute mich sehr auf diesen Vorbereitungskurs, denn er bedeutete für mich vor allem einen Abend nur für mich und mein Baby. Die zweite Schwangerschaft läuft ja ohnehin schon wesentlich mehr nebenbei und so hatte ich wenigstens einen Abend in der Woche einen Termin, wo ich wirklich nur an dieses Baby in meinem Bauch dachte und mich auf die Geburt dieses Kindes einstimmte. Neues zur Geburt hörte ich hier natürlich nicht mehr wirklich, aber auch den Austausch mit den anderen Frauen fand ich sehr wertvoll, schließlich war ja auch die ein oder andere im Kurs, die schon mehr als ein Kind hatte. Aber auch mit den Erstgebärenden waren die Gespräche toll und ich freute mich, dass ich von meiner unkomplizierten und schönen Geburt im Geburtshaus erzählen und damit einigen vielleicht auch ein paar Ängste nehmen konnte. Der Umgang miteinander war sehr positiv und wir alle tauschten am Ende Nummern aus und sind teilweise bis heute miteinander in Kontakt.

Für mich stand also auch in dieser Schwangerschaft fest, dass ich wieder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen möchte und wieder einen Frauenkurs. Erneut wollte ich diesen Kurs vor allem für mich und mein Baby, damit wir einen exklusiven Abend für uns haben und eben um mich auch mal mit meiner dritten Geburt auseinander zu setzen. Der Kurs endete diese Woche und mein Fazit fällt dieses mal weniger positiv aus. 

Leider war ich die einzige Frau, die nicht das erste Kind erwartete und damit fiel der für mich interessante Erfahrungsaustausch zum Geburtserlebnis weg. Auch die Frauen an sich waren in dieser Runde einfach nicht so offen und kommunikativ wie bei den letzten Malen. Vor allem aber habe ich erlebt, dass so ein Kurs wirklich mit der Kursleitung steht und fällt. Die Hebamme hatte noch nicht viel Erfahrung und wir waren erst ihr zweiter oder dritter eigenständig geleiteter Geburtsvorbereitungskurs. Das hat man vor allem daran gemerkt, dass sie einfach kein rechtes Konzept hatte und der sogenannte "Rote Faden" fehlte. Sie sprang vom einen Thema zum anderen und schweifte mit ihren Gedanken und Erzählungen immer wieder derart ab, dass man kaum folgen konnte. 

Am gravierendsten fand ich aber, dass sie in meinen Augen viele Dinge sehr negativ darstellte und unheimlich oft darüber sprach, was alles schlecht laufen kann. So fragte z. B. eine Frau, ob es denn stimme, das jede Frau stillen könne. Daraufhin sagte sie etwas wie "Ja, wenn sie die nötige Unterstützung und Hilfe hat und ihre Hebamme ihr immer zur Seite steht, z. B. bei einem Milchstau,..." - da kann man doch auch positiver antworten und nicht gleich ausführen, was alles schief gehen kann. Ich selbst konnte tatsächlich einfach so stillen, ohne das ich jemals irgendwelche Probleme hatte. Auch wenn es vielleicht vielen Frauen anders geht, ist es doch theoretisch möglich, dass das Stillen ganz wunderbar funktioniert, auch ohne große Intervention von außen. Klar, es ist auch wichtig zu vermitteln, dass nicht immer alles eitel Sonnenschein ist und über mögliche Komplikationen aufzuklären, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass so ein Kurs die Frauen vor allem positiv auf das ihnen bevorstehende (einzigartige, großartige, weltbildverändernde!) Geburtserlebnis und die teilweise holprige Anfangszeit mit ihrem neugeborenen Baby einstimmen und ihnen wenn möglich Ängste nehmen und nicht neue schüren sollte. Schon am zweiten Kursabend habe ich der Hebamme das auch - unter vier Augen nach dem Kurs - gesagt, aber so wirklich verändert hat das nichts. 

Ich persönlich finde das unheimlich schade, vor allem für die anderen Frauen im Kurs, die nun in meinen Augen nicht unbedingt freudig ihrer Geburt entgegen sehen. Sogar ich hatte an einigen Themen ganz schön zu knabbern und hatte tatsächlich noch gestern einen Tag, an dem ich dachte mit meinem Baby stimmt was nicht, einfach weil wir am Vortag im Kurs darüber gesprochen hatten, ob man es nun spürt wenn das Baby im Bauch verstirbt oder nicht. Ganz ehrlich, das will ich eigentlich gar nicht wissen... ändern könnte ich es sowieso nicht und es lenkt meine Gedanken und Gefühle einfach nur in eine falsche Bahn. Und wenn das sogar mich beim dritten Kind nicht unberührt lässt, wie geht es da erst Frauen, die das alles zum ersten Mal erleben?

Trotzdem würde ich wohl jedes Mal wieder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen, egal beim wievielten Kind. Auch für neue Kontakte zu anderen Müttern ist so ein Kurs eigentlich eine tolle Sache, aber vor allem befasst man sich dann wenigstens für ein paar Stunden doch noch einmal intensiver mit dem Menschlein in seinem Bauch, als man es im Alltag (insbesondere mit zwei kleinen Rabauken) in der Regel tut. 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und auch mehr als einen Kurs besucht? Und würdet ihr wieder einen machen? 
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